Ab September stehen sechs Comedians pro Abend auf der Bühne.

Lach-Blüten
Betty Ixkes und Rüdiger Höfken vom Podio.

Betty Ixkes und Rüdiger Höfken vom Podio.

Archiv: Andreas Bischof

Betty Ixkes und Rüdiger Höfken vom Podio.

Krefeld. Ab September zieht es das Wohnzimmertheater in den Untergrund des Jazzkellers. Das verriet Podio-Chef Rüdiger Höfken der WZ am Rande des Kleinkunstfestivals „Lachblüten“ im Botanischen Garten. „Underground Comedy ist ein völlig neues Format, auf das wir uns schon sehr freuen.“

Neu daran ist, dass im trauten Kreis des Jazzkellers gleich sechs Comedians am Abend auftreten. „Wir wollen vor allem Nachwuchskräften eine Chance geben“, sagt Höfken, der die Veranstaltungen auch moderiert. Die Komödianten werden nicht nur ausgesucht, sie dürfen sich auch um einen Auftritt bewerben. Jeden Monat ist ein solches Kleinkunstfestival vorgesehen. Der Eintritt ist frei. Allerdings wird um einen Obolus für die Künstler gebeten. Am 2. September geht es los. Bis März sind bereits Termine belegt.

„Der Jazzkeller und sein Team machen für uns ja schon seit längerem das Catering bei unseren Veranstaltungen und sind gute alte Bekannte“, freut sich Höfken auf die Zusammenarbeit. Das Podio, das seit der Kündigung durch die Brauerei Königshof über keine eigene Spielstätte mehr verfügt, nutzt seitdem und bis auf Weiteres wechselnde Orte. Die Vorführungen verteilen sich auf das Glasfoyer des Stadttheaters, den Kulturpunkt Friedenskirche und die Pfarre Herz-Jesu. Das Glühwein-Cabarett zu Weihnachten findet im Stadtwaldhaus statt. Das Open-Air-Festival Lachblüten im Botanischen Garten.

Diese Abwechslung im unterschiedlichen Ambiente kommt beim Stammpublikum sehr gut an. Dennoch wird die Suche nach einer festen Spielstätte in Krefeld fortgesetzt.

Im November 2013 musste das Podio die Brauerei Königshof räumen, wo das Theater erst 18 Monate vorher nach aufwenigen Umbauarbeiten eingezogen war. Das Gelände wurde für eine neue Abfüllhalle benötigt. „Das Genehmigungsverfahren läuft noch, aber der Bereich ist bereits komplett umgebaut und wird als Lagerfläche genutzt. Drei Mitbewerber sind in der Zeit konkurs gegangen, darauf mussten wir als Wirtschaftsunternehmen reagieren“, sagt dazu Königshof-Verkaufsleiter Frank Tichelkamp.

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