Die Premiere des Stücks „Freispielplatz“ überzeugt durch viele witzige Szenen.

Die Premiere des Stücks „Freispielplatz“ überzeugt durch viele witzige Szenen.
Britta Weyers singt von Schokolade bei der Premiere von „Freispielplatz“. (DJ)

Britta Weyers singt von Schokolade bei der Premiere von „Freispielplatz“. (DJ)

Britta Weyers singt von Schokolade bei der Premiere von „Freispielplatz“. (DJ)

Krefeld. Das Kresch-Theater Krefeld hat nach dem Erfolg des Stückes „Freispielplatz“ ein neues Format des Improvisationstheaters herausgebracht.

In der Premiere von „Freispielstücke“ am Mittwochabend bildet das zufällig gewählte Theaterstück „Die Schokoladend(r)amen“ von Philippe Blasband die literarische Vorlage. Daraus entwickelt Spielleiter Helmuth Wenderoth zusammen mit den Schauspielerinnen Ilka Luza, Silvia Westenfelder und Britta Weyers immer neue Spielszenen. Diese lassen dabei ihrer Spiellust freien Lauf lassen.

Skurrile Szenen entstehen durch das Mitwirken der Zuschauer

Anregungen holt sich Wenderoth dabei aus dem Publikum und fächert so den Abend in ein buntes Potpourri verschiedener skurriler Szenen auf, in denen mit verschiedenen Impro-Techniken gespielt wird. Da wird unter anderem eine Szene mit drei verschiedenen Lösungen zu Ende gespielt, oder eine Achterbahn der Gefühle durch zehn verschiedene Emotionen auf Zuruf erzeugt. Begleitet wird das Ganze mit musikalischen Imaginationen von Carsten Hackler am Stage- Piano.

Britta Weyers, lasziv auf einem Barhocker drapiert, strapaziert die Lachmuskeln des Publikums in dem Extempore- Chanson „Wenn ich Schokolade esse, werd ich immer so geil“. Herrlich Silvia Westenfelder als hüftenschwingende „Wuschige“oder Ilka Luza als Gebärdensprachdolmetscherin, die mit Ganzkörpereinsatz die schwedische Therapeutin Selma Lövlövlöv synchronisiert. Ein Höhepunkt des Abends bildet der Auftritt der „Kakaobohnenbienen“ in einem Fernsehstudio, wo die drei Schauspielerinnen die Szene auf Zuruf des Spielleiters in neun verschiedenen Genres, wie „Elefantenrunde“, „Krimi“ oder „Operette“ weiterspielen.

Unter Zuhilfenahme von Karteikarten, auf denen das Publikum typische Männervorurteile gegenüber Frauen aufschreiben sollte, spielen die drei eine Männerrunde, die über ihre abwesenden Frauen lästern. Natürlich – auf Zuruf von Wenderoth: „Jetzt 36 Biere und zweieinhalb Schnäpse später“ – auch im sturzbesoffenen Zustand. Kurzum, ein begeisternder Theaterabend, der durch eine zusammenfassende Zugabe gekrönt wurde. Weitere Infos im Internet unter:

kresch.de

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