Museum und Musikschule wachsen, doch es drohen Sparzwänge.

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Im Kaiser-Wilhelm-Museum regieren derzeit Hammer und Meißel anstelle der Kunst. Archiv

Im Kaiser-Wilhelm-Museum regieren derzeit Hammer und Meißel anstelle der Kunst. Archiv

samla

Im Kaiser-Wilhelm-Museum regieren derzeit Hammer und Meißel anstelle der Kunst. Archiv

Krefeld. Der Rotstift stellt die Krefelder Kulturstätten weiter vor große Herausforderungen. Schon jetzt kämpfen die Institute und Angebote mit knappen Etats, manche gar ums Überleben. Die Kulturfabrik vermeldete erst unlängst, dass sie seit Jahren Verluste schreibt, das Werkhaus kämpfte mit den Auflagen zum Brandschutz, ebenso das Haus der Seidenkultur, die neue Mediothek mit einem zu niedrigen Ankaufetat für Medien, das Theater musste die Preise erhöhen, um die Sparvorgaben einzuhalten.

Und jetzt droht noch größeres Ungemach. Mit der pauschalen Kürzung des Etats um ein Prozent geht der Verteilungskampf in eine weitere Runde. Verlierer werden dabei womöglich vor allem die freien Träger sein, etwa das Werkhaus, der Jazzkeller oder das Theater hintenlinks.

Immerhin: Das Jahr 2012 war auch das Jahr der großen Sanierungen: So hat endlich der Umbau des Kaiser-Wilhelm-Museums begonnen, die Musikschule wächst derzeit für 3,2 Millionen Euro, das Werkhaus konnte nach einer Brandschutzsanierung wieder öffnen, das Haus der Seidenkultur sammelte erfolgreich Spenden für den fälligen Umbau.

Doch bleiben weiter Baustellen: Die Frage des Depots für Krefelds Kunstschätze ist immer noch ungeklärt und die Finanzierung des Theaters wird spätestens ab 2015 unsicher sein. Dann läuft die Garantie der gleichbleibenden Zuschüsse aus.

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