Zwei junge Musiker begeistern beim Serenadenkonzert mit perfekter Harmonie.

Die Koreanerin Byol Kang wurde 1985 in Salzburg geboren.
Die Koreanerin Byol Kang wurde 1985 in Salzburg geboren.

Die Koreanerin Byol Kang wurde 1985 in Salzburg geboren.

DJ

Die Koreanerin Byol Kang wurde 1985 in Salzburg geboren.

Krefeld. Unkonventionell war das Programm, das am Freitagabend im ausverkauften Rittersaal der Burg Linn präsentiert wurde. Byol Kang (Geige) und Boris Kusnezow (Klavier) hatten die Auswahl der Werke für ihr Serenadenkonzert spontan verändert. „Der Beethoven war das erste Stück, das wir zusammengespielt haben. Und so oft in den zwei Jahren, dass es nun genug ist“, gestand der Pianist ganz offen.

Mal wild und temperamentvoll, mal lyrisch und weich

Stattdessen versprach er mit der nachgerückten „Suite italienne“ von Igor Stravinsky ein spannendes Stück, in dem der Komponist einige Musiktraditionen karikiert hat. Schön war dies beispielsweise in der „Serenata“ zu hören, die mit unerwartet kräftigen Akkorden und witzigen Zäsuren Überraschendes brachte. Dabei wurde deutlich, wie gut das Zusammenspiel des jungen Duos klappte.

Auf die wild temperamentvolle Tarantella folgte die Gavotta con due variazioni, bei der die Geige das lyrische Thema vorstellt. Der weiche, reife Klang des historischen Instruments kam dabei schön zum Tragen. Byol Kang hat nämlich das Vergnügen und die Ehre, auf einer Violine von Giovanni Batista Guadagnini, Mailand 1756, zu spielen.

Die 1985 in Salzburg geborene Geigerin mit koreanischen Wurzeln gehört wie ihr Duopartner (1985 in Moskau geboren) zu den Nachwuchsmusikern, die von renommierten Stiftungen gefördert werden. Das Programm des Serenadenabends brachte die Fähigkeiten der beiden deutlich heraus.

Im Allegro der Sonate von Ravel wie im Allegro con fuoco der Sonate von Poulenc präsentierte sich Kang als „Teufelsgeigerin“. Die Klavierbegleitung stand dem um nichts nach, das Presto tragico zeigte ein makelloses Zusammenspiel bei höchsten Ansprüchen. Mit der Violinsonate Nr. 2 von Brahms und zwei Zugaben klang das Konzert perfekt aus.

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