Klavier und Klarinette beim letzten Serenadenkonzert.

Krefeld. Die eher rare Kombination von Klavier und Klarinette lockte am Freitag viele Klassikfreunde in den Rittersaal der Burg Linn: Antonia Lorenz und Isabel von Bernstorff gestalteten das letzte Serenadenkonzert der Saison.

Die mehrfach ausgezeichneten Musikerinnen erweiterten das Repertoire, indem sie "Drei Romanzen" von Clara Schumann aufführten, das ursprünglich für Violine und Klavier geschrieben wurde. Von Bernstorff lenkte in den Blick auf die vielseitige wie stark geforderte Komponistin. Im 19. Jahrhundert war es für eine Frau ungewöhnlich zu komponieren. Sie tat es dennoch - und trug als gefeierte Klavierspielerin wesentlich zum Familieneinkommen bei. Sieben Kinder hatte Clare Schumann zu versorgen.

Mit Carl Maria von Webers Grand Duo Concertante kamen die virtuosen Fähigkeiten der beiden Musikerinnen eindrucksvoll heraus. Die perfekte Abstimmung und ihr atemberaubendes Spiel brachten leise Bravorufe hervor. Die Klarinettistin Lorenz hat ein Faible für zeitgenössische Musik, und so erklangen im zweiten Teil unter anderem eine 1942 entstandene Sonate von Leonard Bernstein und eine Sonatine (1981) von Joseph Horovitz. Mit ihrem nuancenreichen Vortrag sorgten die Damen für ein abwechslungsreiches Klangerlebnis. Begeisterter Applaus. gmk

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