Die Dauerausstellung „Otto von Linn“ ist im unteren Rittersaal eröffnet worden.

Illustre Ritterrunde: Doris Heisterbach, Jennifer Morscheiser und Guido Heisterbach im unteren Rittersaal der Burg Linn (v.l.).
Illustre Ritterrunde: Doris Heisterbach, Jennifer Morscheiser und Guido Heisterbach im unteren Rittersaal der Burg Linn (v.l.).

Illustre Ritterrunde: Doris Heisterbach, Jennifer Morscheiser und Guido Heisterbach im unteren Rittersaal der Burg Linn (v.l.).

Dirk Jochmann

Illustre Ritterrunde: Doris Heisterbach, Jennifer Morscheiser und Guido Heisterbach im unteren Rittersaal der Burg Linn (v.l.).

Krefeld. Der in seine Burg zurückgekehrte Otto von Linn hat seine ersten Gäste empfangen. Rund einhundert Menschen, darunter Mitglieder des Linner Museumsvereins und die Linner Ritterrunde waren gekommen, um bei mittelalterlicher Flötenmusik und einem Umtrunk den neu gestalteten Rittersaal zu eröffnen. „Der Raum hat bisher keine Geschichte erzählt“, sagt Museumsdirektorin Jennifer Morscheiser in ihrer Begrüßungsrede.

Nach der Umgestaltung mit anschaulichen Informationstafeln, einer Videopräsentation und einem Modell (die WZ berichtete), werden hier verschiedene Erzählstränge geknüpft. Die Fäden laufen alle bei den sterblichen Überresten des Ritters Otto zusammen. Zuvor im archäologischen Museum ausgestellt, hat er jetzt in der kapellenartigen Nische des Saales eine würdige Grabstätte gefunden. So jedenfalls erklärt Morscheiser die Motivation, die Gebeine dort nun auszustellen. Am Eröffnungsabend brennen auch zwei Kerzen neben dem mit einem Glasschrein bedeckten Grab. Mit einer Schnur ist der Zugang bisher nur provisorisch verstellt.

Nach der offiziellen Eröffnung nähern sich die Besucher neugierig der Kapelle. Kritik äußert niemand. „Ich finde das sehr gelungen“, beurteilt Klaire Schlösser die Gestaltung. Und mit Blick auf die Museumsleiterin fügt sie hinzu: „Ich finde es großartig, was diese junge Frau in der kurzen Zeit hier geleistet hat“.

Morscheiser, die für das Fest auch selbst eine Bohnensuppe nach mittelalterlichem Rezept gekocht hat, ist mit der positiven Resonanz sehr zufrieden und hat bereits die nächsten Projekte im Blick. Neben der Neugestaltung weiterer Räume zählt die Erstellung einer App, mit der man sich zukünftig durchs Museum führen lassen kann. „Derzeit schreiben wir alle an den Texten, was viel Arbeit ist“, sagt sie, bevor sie sich auf den Burghof zu den Gästen gesellt. MP

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