Seit Freitag steht wieder eine Skulptur auf dem Denkmal. Schon viele Kunstschaffende machten hier auf sich aufmerksam.

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Von 1895 bis 1940 zierte die Bronze-Statue von Otto von Bismarck den Marmor-Sockel.

Von 1895 bis 1940 zierte die Bronze-Statue von Otto von Bismarck den Marmor-Sockel.

Von 1895 bis 1940 zierte die Bronze-Statue von Otto von Bismarck den Marmor-Sockel.

Von 1895 bis 1940 zierte die Bronze-Statue von Otto von Bismarck den Marmor-Sockel.

Von 1895 bis 1940 zierte die Bronze-Statue von Otto von Bismarck den Marmor-Sockel.

Unbekannte stellten eine Toilette auf dem Bismarck-Sockel ab. Auch sie blieb nicht lange. Archiv: Altgaßen

Seit gestern steht die Skulptur mit den blutenden Köpfen von Ben Scholten am Bismarck-Platz.

Stadtarchiv, Bild 1 von 6

Von 1895 bis 1940 zierte die Bronze-Statue von Otto von Bismarck den Marmor-Sockel.

Krefeld. Und wieder ziert ein Kunstwerk den Denkmalsockel im Bismarckviertel: Streetart-Künstler Ben Scholten, hat in der Nacht zu Freitag eine Skulptur, die mehrere blutende Köpfe auf einem Pfahl zeigt, auf dem Marmorsockel aufgestellt. Anfang des Jahres hatte er diese Arbeit schon einmal dort aufgestellt, sie aber aufgrund von Anwohnerprotesten kurze Zeit später wieder abgebaut. „Diesmal bleibt sie stehen“, schreibt Scholten in einer Nachricht an die WZ. Bevor der junge Mann sich nach Berlin absetzt, apelliert er mit der Aktion an die Krefelder Politik, endlich eine legale Fläche für Streetart- und Graffitikünstler zu schaffen.

Immer wieder machen Künstler und Gruppierungen mit ungewöhnlichen Aktionen auf sich aufmerksam: Im Mai vergangenen Jahres hatten die „Krefelder Verschönerungsengelz“ mit einer blutenden Schaufensterpuppe „provozieren, amüsieren und eine Diskussion anregen“ wollen. Den Sockel empfanden sie als „tristes Bild an einer schönen Stelle“. Nach ein paar Tagen verschwand die Puppe aufgrund fehlender Verkehrssicherheit, so die Begründung der Stadt.

Ganze acht Monate, hielt sich 1999 der „Bismarck-Hering“ von Rüdiger Tiefers. Lange konnte der Besitzer nicht ausfindig gemacht werden. Am Ende wurde die Statur für 2200 Mark versteigert. Der Erlös ging an die Krefelder Tafel.

Ohne großen Lärm hievten in einer Nacht im April 2000 acht Menschen eine drei Meter hohe und 500 Kilo schwere Figur aus Schrott des Krefelder Künstlers Jörg Gründler auf das Denkmal. Der gab sich direkt zu erkennen und suchte das Gespräch mit dem Ordnungsamt, um um den Verbleib der Statue auf dem Sockel zu kämpfen. Doch es nützte alles nichts: Zwei Tage später musste der Koloss wieder runter.

Auch eine Toilette stand schon an der historischer Stelle. Datum und Akteur sind unbekannt. Auch sie verweilte dort nicht lange. Ursprünglich aber zierte ab 1895 eine Bronzestatue von Bismarck den Sockel. Zur Gewinnung von Kriegsmaterial wurde das Denkmal 1940 abgeräumt und eingeschmolzen. dsk

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