Im Sommer sollen die Bühnen zur gemeinnützigen GmbH werden. Doch bis dahin wartet noch viel Arbeit.

Nanu, was passiert da hinter dem Vorhang? Im Theater soll sich einiges ändern (hier eine Szene aus „Heute weder Hamlet“ mit Matthias Oelrich).
Nanu, was passiert da hinter dem Vorhang? Im Theater soll sich einiges ändern (hier eine Szene aus „Heute weder Hamlet“ mit Matthias Oelrich).

Nanu, was passiert da hinter dem Vorhang? Im Theater soll sich einiges ändern (hier eine Szene aus „Heute weder Hamlet“ mit Matthias Oelrich).

M. Stutte

Nanu, was passiert da hinter dem Vorhang? Im Theater soll sich einiges ändern (hier eine Szene aus „Heute weder Hamlet“ mit Matthias Oelrich).

Krefeld. Noch weiß keiner, ob es eine gute oder schlechte Nachricht ist: Ab Sommer sollen die Vereinigten Städtischen Bühnen (VSB) auf eigenen Füßen stehen. Das Theater wird zur gemeinnützigen GmbH, die Städte Krefeld und Mönchengladbach zu Gesellschaftern. Drei Arbeitsgruppen handeln die Details dieser komplexen Metamorphose aus. Im Juni und Juli müssen die Stadträte entscheiden.

Ob dieser Zeitplan eingehalten wird, ist ungewiss. "Da die Finanzbehörden dem Gesellschaftervertrag am Ende zustimmen müssen, könnte sich die Sache verzögern", sagt Krefelds Kulturdezernent Roland Schneider. Unter seinem Vorsitz erarbeitet die erste Arbeitsgruppe das Vertragswerk. Ein starkes Vorbild ist dabei die Rheinoper in Düsseldorf.

Bei der Sitzung des Theaterkuratoriums am Dienstagabend äußerten CDU und Grüne den Wunsch nach mehr Information: "Ich ha-be Sorge, dass die Vorbereitung zu sehr im stillen Kämmerlein passiert", erklärte Heidi Matthias (Grüne). Ein Workshop im Mai soll dieses Bedürfnis befriedigen.

Eine zweite Arbeitsgruppe unter Vorsitz von Gerd Fischer, Kulturdezernent in Gladbach, heißt "Übertragung der spielfertigen Häuser". Hinter dem sperrigen Titel verbergen sich sehr konkrete Fragen - finanziell und organisatorisch. Schließlich soll das Theater künftig auch Aufgaben übernehmen, die bisher in der Hand der Städte lagen.

Dafür müssen Personal und Finanzmittel übertragen werden. "Das ist eine kleine Doktorarbeit", sagt Fischer. Zumal es zwischen den Städten finanzielle und praktische "Unwuchten" gebe, die es auszugleichen gilt. "Dabei dürfen wir keine Fehler machen", sagt Fischer. Die hätte das Theater auszubaden.

Einstimmig segnete das Theaterkuratorium den Haushalt 2010/ 11 für die Bühnen ab.

Die Städte zahlen je 11,45 Millionen Euro Zuschuss ans Theater. In Krefeld werden Einnahmen von rund 1,4 Millionen Euro durch Tickets für Vorstellungen und Konzerte prognostiziert.

Die dritte Arbeitsgruppe unter Vorsitz von VSB-Geschäftsführer Reinhard Zeileis kümmert sich um die Umsetzung des Actori-Gutachtens, also darum, weniger Geld auszugeben und mehr einzunehmen. Ersteres soll unter anderem durch Einsparungen bei den Transporten gehen, letzteres durch einen Marketingleiter. Für diese Gespräche laufen ab Mittwoch die Vorstellungsgespräche.

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