Die große Präsentation regionaler Kunst soll kein Strohfeuer bleiben. Schon jetzt gibt es Gedankenspiele über eine Fortsetzung.

Die „Große Dujardin“ in Uerdingen ist morgen erstmals geöffnet.
Die „Große Dujardin“ in Uerdingen ist morgen erstmals geöffnet.

Die „Große Dujardin“ in Uerdingen ist morgen erstmals geöffnet.

Dirk Jochmann

Die „Große Dujardin“ in Uerdingen ist morgen erstmals geöffnet.

Krefeld. Eins steht fest: Krefelds Kunstszene ist im Jahr 2009 mächtig in Bewegung geraten. Wer am Sonntag in der Stadt unterwegs ist, kann im Kaiser-Wilhelm-Museum, in fast 15 Galerien und im Dujardin-Gebäude Werke von mehr als 50 regionalen Künstlern sehen.

Die Frage ist nur, was passiert, wenn all der Trubel vorüber ist? Museumschef Martin Hentschel hat für die Zeit nach der Sanierung immerhin regelmäßige Studio-Ausstellungen der hiesigen Szene versprochen.

Doch die "Große Dujardin", die fünf Uerdinger Künstler auf eigene Faust organisiert haben, ist eigentlich als einmalige Aktion geplant.

Das möchte Ralph Kleinsimlinghaus, Galerist und Vorsitzender des Vereins Kunst in Krefeld (KiK), verhindern. "Die Künstler in Uerdingen haben etwas angestoßen, dass nicht wieder sterben darf", erklärte Kleinsimlinghaus jüngst im Interview mit der WZ. "Eine Ausstellung wie diese sollte jedes Jahr stattfinden."

Bei Dujardin wird dies allerdings nicht möglich sein. Gleich nach dem Ende der Ausstellung im Oktober will Inhaber Matthias Melcher mit dem Umbau der alten Fabrikhallen in Büros und Wohnungen beginnen.

"Große Dujardin", So. 10-18 Uhr, Mi.. und Fr. 16-20 Uhr, Sa. 14-18 Uhr. Die Schau läuft bis 11. Oktober.

Kleinsimlinghaus schlägt deshalb vor, die Ausstellung wandern zu lassen: "Potenzielle Räumlichkeiten gibt es in Krefeld zur Genüge."

Die Organisatoren der "Großen Dujardin", die seit Wochen 15 Stunden täglich mit den Vorbereitungen beschäftigt sind, sehen das etwas skeptischer: "Das jedes Jahr zu machen, könnte die Leute abstumpfen", gibt Jan Kalff zu bedenken.

"Ich könnte mir eher vorstellen, das wie eine Documenta alle vier Jahre laufen zu lassen." Denn einen großen Vorteil der Schau hat Kalff schon jetzt erkannt: "Der Kontakt zwischen den Künstlern in dieser Stadt ist viel enger geworden."

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