Die Kinderoper hat Charme und Witz. Als selbstbewusste Heldin begeistert Susanne Seefing die jungen Zuschauer im Stadttheater.

wza_500x344_579451.jpg
Eine Szene aus Aschenputtel.

Eine Szene aus Aschenputtel.

Theater

Eine Szene aus Aschenputtel.

Krefeld. Jedes Kind kennt das Märchen vom Aschenputtel. Die Vorlage, Rossinis abendfüllende Oper "La Cenerentola", haben Regisseur Christoph Tombeil und Theaterpädagogin Marion Kaeseler ordentlich gekürzt und umgeschrieben. Herausgekommen ist eine kleine Oper für Kinder, die Musik und Text geschickt miteinander verbindet.

Um König zu werden, muss Prinz Ramiro eine geeignete Frau finden. Sein Lehrer Alidoro gibt ihm den Rat, mit seinem Diener Dandini die Kleider zu tauschen. So soll der er ein Mädchen finden, das nicht nur seinen Reichtum sieht. Alidoro selbst verkleidet sich als Bettler und kommt in das Haus der Donna Magnifica. Dort findet er die aus dem Märchen bekannte Situation vor: Aschenputtel muss ihrer Stiefmutter und deren hochnäsigen Töchtern Clorinda und Tisbe dienen.

Als Ramiro als Diener verkleidet kommt, entwickeln sich zwischen ihm und Aschenputtel sofort Sympathien. Dandini lädt als Prinz die Schwestern zum Ball ein, und die Handlung nimmt ihren Lauf. Aschenputtel verliert auf dem Ball ihren Schuh und sichert sich zum Schluss ihr Glück mit dem richtigen Prinzen.

Das alles wird mit viel Charme und Witz in eineinhalb Stunden erzählt. Gabriele Wasmuth hat prächtige Kostüme und ein sehr fantasievolle Bühnenbild kreiert. Die schöne, anspruchsvolle Musik von Rossini, die hier in einer kammermusikalischen Besetzung (Leitung Karsten Seefing) erklingt, erfordert entsprechende Sänger.

Das sonst in großen Opern auftretende sechsköpfige Ensemble hat an dem Spiel für Kinder sichtlich Spaß. Susanne Seefing erobert als liebenswertes und zugleich selbstbewusstes Aschenputtel von Beginn an die Herzen der Kinder.

Janet Bartolova und Debra Hays bieten als Stiefschwestern einen Zickenkrieg vom Feinsten, ohne jedoch ihr Spiel zu übertreiben. Kairschan Scholdybajew ist ein charmanter Prinz, Tobias Scharfenberger sein witziger Diener. Matthias Wippich wechselt mühelos zwischen den Rollen des Ramiro und der Donna Magnifica, die er mit Halbmaske als imposante Erscheinung spielt.

Für folgende Vorstellungen gibt es noch Karten: 1. (17 Uhr), 4. (15 Uhr), 15. (14.30 und 17 Uhr) und 29. (14.30 Uhr) November; 6. Dezember (11 Uhr); Kartentelefon: 805125

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer