Oberbürgermeister Gregor Kathstede sieht die Stadt auf einem guten Weg zu einem attraktiven Profil.

Krefeld. Seinen ersten Neujahrsempfang als Oberbürgermeister erlebte Gregor Kathstede vor fast genau zehn Jahren am 16. Januar 2005. Es war eine Tradition, die er von seinen Vorgängern übernommen hatte. Ebenso wie der Dank an eine besondere Gruppe von Menschen in Krefeld, damals aus dem Schulumfeld.

Immer wieder hat er die Themen Bildung, Familie und Arbeit in den Vordergrund gestellt und den Gästen zugerufen, dass sie „die Lobby für Krefeld“ sind.

Gestern hatte er im Stadtwaldhaus seinen letzten Auftritt in dieser Rolle bei dieser Gelegenheit, da er im Herbst nicht mehr zur Wahl antreten wird. Und mit dem besonderen Dank an die Gäste aus dem Kulturbereich schließe sich für ihn ein Kreis, sagte Kathstede. Denn sowohl Bildung als auch Kultur „sind unverzichtbare Elemente einer gesunden, kreativen und widerstandsfähigen Gesellschaft“.

Der Oberbürgermeister stellte dies vor allem heraus vor dem Hintergrund der Attentate von Paris und dem Zuspruch für die Pegida-Bewegung Man könne vom linken Niederrhein aus das Weltgeschehen nicht beeinflussen. Aber die Krefelder könnten ihre Geschicke lenken und einschreiten, wenn „die Würde unserer Mitmenschen missachtet wird“.

Kathstede für Beteiligung der Bürger beim Seidenweberhaus

Kathstede zeigte sich beeindruckt vom Interesse der Bürger an der Zukunft des Seidenweberhauses. Dies beweise, dass die Krefelder sich – allen Unkenrufen zum Trotz – mit ihrer Stadt identifizieren. „Diese Erfahrung hat mich darin bestätigt, die Bürgerinnen und Bürger auf jeden Fall an der Suche nach der besten Lösung für das Seidenweberhaus zu beteiligen.“ Angesichts der vielen Projekte, die derzeit in der Stadt umgesetzt werden, sprach er von dem erfolgreichen Weg, „ein modernes, attraktives Seidenstadt-Profil zu entwickeln“.

Kathstede mahnte aber auch, dass angesichts des Nothaushalts die Verabschiedung eines tragfähigen Etats ein absolutes Muss sei.

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