Grüne sprechen von Schmierenkomödie

Krefeld. Der Ärger über die Wahlkampfbroschüre der FDP schlägt hohe Wellen. Auch wenn sich manche Chefs der Stadttöchter im Wahlkampf nicht öffentlich äußern mögen, ist die Verärgerung bei ihnen und ihren Mitarbeiter über die FDP-Kritik an den städtischen Gesellschaften deutlich spürbar.

Wie berichtet hat FDP-Chef Joachim C. Heitmann in dem Heft die Sponsorenpraktiken der städtischen Tochterfirmen kritisiert, hat Zusammenhänge mit Kosten für Kunden hergestellt und Vergleiche zu Briefkastenfirmen angestellt.

Der Sparkasse wird beispielsweise unterstellt, mit ihrem Familiennachmittag auf der Rennbahn Kinder "von der Hüpfburg ent- und an den Wettschalter gewöhnt" zu haben. Dazu Sparkassen-Sprecher Peter Bauland: "Der Wahlkampf mag viele Mittel heiligen, aber nicht alle. Wenn eine Partei, die sich Wirtschaftskompetenz auf ihre Fahnen schreibt, derart grenzwertig einen Zusammenhang zwischen Familientag und Konditionengestaltung konstruiert, bleibt uns nur ein bedauerndes Kopfschütteln."

Der Chef der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG), Eckart Preen, verweist auf einen persönlichen Brief, den er an Heitmann geschrieben habe. Unter dem Foto der WFG steht in der Broschüre eine Sprechblase mit den Worten: "Sie haben eine Frage? Warum rufen Sie dann bei uns an?"

Die Grünen kritisieren den Streit zwischen Wilfrid Fabel und Heitmann als neues Kapitel einer Schmiernkomödie. Fabel vergreife sich bei historischen Vergleichen, Heitmann distanziere sich von seinem eigenen politischen Handeln. 

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