Neues Theaterstück des Marionetten-Ensembles begeistert Publikum.

Schüler Drickes und Opa Angermanns in „Mal so jesacht  . . .“
Schüler Drickes und Opa Angermanns in „Mal so jesacht  . . .“

Schüler Drickes und Opa Angermanns in „Mal so jesacht  . . .“

abi

Schüler Drickes und Opa Angermanns in „Mal so jesacht  . . .“

Krefeld. Die pappköpp-lose ist zu Ende. Am Samstagabend fieberten die Premierengäste dem neuen Auftritt entgegen. „Mal so jesacht . . .“ lautet das neue Programm. Und Krefeld-Kenner wissen, wenn jemand so anfängt, dann ist ein längerer Bericht zu erwarten.

Siebzehn „Stöckskes“ hat die Truppe sich ausgedacht und wieder wunderbar in Szene gesetzt. Alle Lebenssituationen werden angesprochen und vom jungen Schüler Drickes bis zum hundertjährigen Opa Angermanns sind auch alle Generationen auf den drei Bühnen präsent. Der legendäre Matthes begrüßt zu Beginn alle Mundartfreunde und erklärt, warum die Marionetten inzwischen öfter mal Krieewelsch-light daherkommen: „Et hitt joe eijentlich ? Ens sue jeseit?, doch mer häbbe dat besucherfröndlich ?Mal so jesacht? benennt.“

Zum viel bejubelten Erfolg tragen auch diesmal wieder die passenden Bühnenbilder bei, die Heinz Kuypers und Peter Krupp gestaltet haben. Das von Werner Baaken getextete Lied „Et wooer ens“ animierte zum Mitsingen auf die von Josef Schwalbach geschaffene Melodie. „Dat es alles jarnet miehr woehr, alles, alles, vür sessig, sieewenzig Jooehr“, lautet der Refrain. Als am Ende des mehr als zweistündigen Programms die aus Schottland heimkehrende „Melmpüper-Band“ die Krefeld-Hymne „Wir send alles Krieewelsche Jonges“ anstimmt, sind die Zuschauer außer Rand und Band.

Das Ensemble hatte sich im Sommer wieder auf Gut Schirmau in der Eifel zum „Trainingslager“ versammelt. Hier wurden die Vorschläge für das neue Programm gesichtet, besprochen, geprobt und abgesegnet. Mit dabei waren drei „alte Hasen“ aus dem Anfangsjahr 1979, nämlich Christel Loos, Manfred Coelen und Ralf Kochann, der seit Anbeginn Regie führt. Zwei Neulinge, die das Durchschnittsalter erheblich absenken, waren auch mit dabei: die neuen Pappköpp Vanessa Feld und Patrick Biallas. Erst seit drei Wochen dabei ist der 55-jährige Uwe Mosmüller, der hinter der Bühne hilft.

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