Vor 70 Jahren endete das Hitler-Regime. Welche Erinnerungen haben Sie an diese besondere Zeit?

Zeitgeschichte
Am 2. März 1945 besetzten US-Truppen das teilweise stark zerstörte Krefeld. Für seine Bewohner endete damit der Krieg.

Am 2. März 1945 besetzten US-Truppen das teilweise stark zerstörte Krefeld. Für seine Bewohner endete damit der Krieg.

Stadtarchiv

Am 2. März 1945 besetzten US-Truppen das teilweise stark zerstörte Krefeld. Für seine Bewohner endete damit der Krieg.

Krefeld. Vor 70 Jahren erreicht der Krieg den Niederrhein. Dreimal binnen weniger Wochen war die Industriestadt Krefeld Ziel der alliierten Bombenangriffe geworden. Doch nun ist Kanonendonner über die winterlichen Felder zu hören. Die Stimmungslage in der Stadt ist diffus: Es gibt diejenigen, die den Untergang ihrer Heimatstadt befürchten. Andere hoffen auf das Ende der zwölfjährigen Nazi-Herrschaft. Und ein Großteil will einfach nur überleben, und dass das millionenfache Sterben endlich ein Ende hat.

Binnen weniger Tage werden Hunderttausende amerikanische und britische Soldaten das Gebiet zwischen Ruhr und Rhein einnehmen. Am 2. März erobern die Amerikaner auch Krefeld und rücken in Uerdingen bis zum Rhein vor.

Für die Menschen in Krefeld und am Niederrhein beginnt damit eine Zeit des radikalen Umbruchs und Wiederaufbaus. Die folgenden Monate werden zwar auch mit Entbehrungen verbunden sein, aber ebenso wieder mit der Hoffnung auf eine friedlichere und bessere Zeit. Obwohl der Krieg noch mehr als zwei Monate bis zu den Kapitulationen in Reims und Berlin-Karlshorst dauern wird, hat diese Zeit des Aufbruchs mit dem März 1945 in Krefeld bereits begonnen.

Diese Tage und Wochen im Frühjahr 1945 – heute als „Stunde Null“ bekannt – werden das Leben vieler Krefelder bis heute prägen. Unsere Zeitung wird deshalb ab morgen in einer Serie unter dem Titel „Vor 70 Jahren: Die Stunde Null“ die Situation in der Samt- und Seidenstadt im Frühjahr 1945 beleuchten. Wichtigster Teil dieser Berichte sind die Erinnerungen der Krefelder Zeitzeugen. Viele sind unserem Aufruf bereits gefolgt, berichten auch Sie uns Ihre Erfahrungen aus jenen Tagen.

Krieg und Diktatur haben vor 70 Jahren jede Familie in Krefeld und dem Umland betroffen. Wenn Sie die Zeit miterlebt haben, woran erinnern Sie sich bis heute besonders? Was hat die Zeit direkt vor und nach der Befreiung der Stadt durch die US-Soldaten für Sie besonders geprägt. Schreiben und erzählen Sie uns Ihre Erfahrungen. Oder haben Sie Briefe und Tagebücher von Verwandten, die diese Zeit erlebt haben? Dann melden Sie sich bei uns.

Westdeutsche Zeitung Krefeld; Stichwort „Stunde Null“, Rheinstraße 76, 47799 Krefeld

02151/855 2824

02151/855 2830

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