Krefelds CDU-Parteichef plädiert für mehr Zusammenhalt in der CDU.
CDU-Chef Marc Blondin (r.) lud am Aschermittwoch zum Fischessen ins Haus Kleinlosen.

CDU-Chef Marc Blondin (r.) lud am Aschermittwoch zum Fischessen ins Haus Kleinlosen.

Dirk Jochmann

CDU-Chef Marc Blondin (r.) lud am Aschermittwoch zum Fischessen ins Haus Kleinlosen.

Krefeld. Tradition steht bei der Krefelder CDU hoch im Kurs. Deshalb lud der Kreisvorsitzende Marc Blondin auch in diesem Jahr wieder 100 Gäste zum Fischessen ins Haus Kleinlosen in Verberg. Einem der „schwärzesten Gaststätten“ in Krefeld. Zu Gast hatten die Christdemokraten den „Krieewelschen Kabarettisten“ Jochen Butz.

In seiner Rede gedachte Blondin zunächst der verstorbenen Irmgard Siebenmorgen. Dann griff er das derzeit politisch wichtigste Thema auf: den Koalitionsvertrag. Eine Empfehlung gab der Krefelder CDU-Parteichef dann direkt mit ab – das 177 starke Dokument zu lesen, denn „es stehen gute Dinge dort, und wenn wir konstruktiv Politik machen wollen, dann sollten wir das auch mal öffentlich sagen“.

Erfolge seien unter anderem die Erhöhung des Kindergeldes, die Einführung des Baukindergeldes oder die Milliardeninvestitionen in Schulen. „Und ganz wichtig: Wir schaffen 15 000 neue Stellen bei den Sicherheitsbehörden.“ Es werde generell zu viel lamentiert, zu viel genörgelt, zu viel substanzlos geplärrt. „Das gilt für die SPD, es gilt aber teilweise leider auch für unsere eigenen Reihen.“ Ob WerteUnion oder Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft (CDA) – die Krefelder CDU hatte zuletzt aus den eigenen Reihen viel Kritik einstecken müssen. Bei so viel hausgemachten Problemen werden dann die Sozialdemokraten nicht mehr verbal angegriffen.

Dabei war Krefelds SPD-Parteichef Ralph-Harry Klaer genau vor einem Jahr an gleicher Stelle und im Wahlkampfmodus vor Landtags- und Bundestagswahl als Vorsitzender ohne Führungsqualitäten tituliert worden, von dem man sich nichts abschauen wolle.

Lob für Personalentscheidungen bei den Koalitionsverhandlungen

Kritik für die Roten gibt es in diesem Jahr kaum. Dafür vertritt Blondin eine klare Haltung zu den Personalentscheidungen, die auf Bundesebene im Rahmen der Koalitionsverhandlungen getroffen wurden und fragt süffisant: „Ist Ihnen Kurt Schmücker noch ein Begriff? Das war der letzte Bundeswirtschaftsminister der CDU. Seine Amtszeit endete im November 1966.“ 50 Jahre danach werde die CDU das lange Zeit als FDP-Erbhof geltende Ressort bei Zustandekommen der Großen Koalition wieder besetzen. „So viel zum Thema, wir hätten uns ’über den Tisch ziehen lassen’“.

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