Die Budenstadt gefällt Besuchern wie Ausstellern. Nur der Umsatz könnte noch besser sein.

Handel
Teresa Borkowicz aus Polen hat sich mit ihren handgefertigten Weihnachtskugeln selbstständig gemacht und sie in diesem Jahr zum ersten Mal in Krefeld angeboten. Sie fand es schön in Krefeld, nur der Umsatz könnte besser sein. Fotos (5): Abi

Teresa Borkowicz aus Polen hat sich mit ihren handgefertigten Weihnachtskugeln selbstständig gemacht und sie in diesem Jahr zum ersten Mal in Krefeld angeboten. Sie fand es schön in Krefeld, nur der Umsatz könnte besser sein. Fotos (5): Abi

Teresa Borkowicz aus Polen hat sich mit ihren handgefertigten Weihnachtskugeln selbstständig gemacht und sie in diesem Jahr zum ersten Mal in Krefeld angeboten. Sie fand es schön in Krefeld, nur der Umsatz könnte besser sein. Fotos (5): Abi

Krefeld. Der Weihnachtsmarkt neigt sich dem Ende zu. Zeit, einmal bei Besuchern und Händlern nachzufragen, wie sie die vergangenen Wochen an der Dionysiuskirche empfunden haben. Während die Passanten meistens Gutes berichten, sehen die Gesichter der Leute in der Budenstadt nicht alle glücklich aus. Besonders die Neuen haben mit dem Umsatz zu kämpfen.

„Es war schön hier“, erklärt Teresa Borkowicz aus Polen, die erstmals mit einem eigenen Stand vertreten ist. „Aber die Leute wissen die zeitintensive Arbeit der handgefertigten Kugeln und die vielen kleinen Holzhäuschen wohl nicht zu würdigen“, erklärt sie. „Zu Hause rechne ich durch und entscheide dann, ob ich noch einmal wiederkomme.“

„Leute wissen die zeitintensive Arbeit der handgefertigten Kugeln nicht zu würdigen.“

Teresa Borkowicz, Ausstellerin

Ein paar Schritte weiter genießen André und Ute Kuhlen gemeinsam mit ihren Kindern Jannik (11) und Nele (9) Pizza. „Wir sind aus Mönchengladbach und waren schon öfter hier. Die Innenstadt gefällt uns und der Weihnachtsmarkt auch, weil er nicht so voll und nicht so groß ist. Wir haben schon viele Geschenke gekauft.“

Peter Römges zählt zu den Händlern und erklärt, dass die Geschäfte immer dann gut waren, wenn das Wetter mitgespielt hat. „Wir haben das Ziel vom vergangenen Jahr erreicht und stehen umsatzmäßig nicht schlechter da.“

Bei der Frage, was er sich fürs nächste Jahr in Sachen Weihnachtsmarkt wünscht, blickt Römges ein wenig skeptisch. „Schau‘n wir mal, was sich die Stadtväter einfallen lassen.“ Er würde einen zweiten Standort vorschlagen und einen elektrischen Lichterhimmel über den Buden am Dionysiusplatz, der den Markt von weither sichtbar macht. Er erzählt von Kunden, die eigens aus Düsseldorf hierher gekommen sind, weil es ihnen in Krefeld besser gefalle.

Dennis Kuhlendahl hat seine Freunde eingeladen. Zu viert gehen sie über den Markt, essen und betrachten die Auslagen an der frischen Luft. „Eigentlich sind wir vom Studium her vom Aachener Weihnachtsmarkt verwöhnt, aber für einen kleinen Weihnachtsmarkt ist dieser sehr schön.“ Er vermisst nur einen Stand mit modernen Gesellschaftsspielen.

Händler wünschen sich mehr Stände mit Handwerkskunst

Brigitte Lübbers steht hinter der Theke am Stand namens „Sel la vie“. Das Krefelder Unternehmen ist neu auf dem Weihnachtsmarkt. „Wir bieten Kräutersalze und Hand geschöpftes Salz an“, berichtet sie. „Wir wissen nicht, ob wir wiederkommen. Der Umsatz könnte besser sein.“ Sie wünscht sich mehr Handwerkliches auf dem Markt, Essen und Trinken sei genug da.

Dieter Hasselbusch erledigt mit seiner Frau die letzten Einkäufe in der Stadt und an der Dionysiuskirche. „Es ist ein schöner Weihnachtsmarkt“, urteilt er. „Hier liegt alles schön zusammen und ist nicht so weitläufig. chm

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