Rund 100 Mitglieder debattierten in der Parteizentrale über das Sondierungsergebnis.

Ralph-Harry Klaer, Vorsitzender SPD Krefeld
Der Vorsitzende der SPD Krefeld, Ralph-Harry Klaer.

Der Vorsitzende der SPD Krefeld, Ralph-Harry Klaer.

Bischof, Andreas (abi)

Der Vorsitzende der SPD Krefeld, Ralph-Harry Klaer.

Krefeld. Dieser Abend könnte in die Geschichte der Krefelder SPD eingehen. Rund 100 Mitglieder der Sozialdemokraten waren Dienstagabend in die Parteizentrale am Südwall gekommen, um gemeinsam über die Sondierungsergebnisse einer möglichen Großen Koalition (GroKo) auf Bundesebene zu diskutieren. Das Ergebnis: Die Partei ist in Krefeld zwiegespalten – wie nahezu im gesamten Land.

Parteichef Ralph-Harry Klaer, der als Delegierter am Wochenende beim Bundesparteitag der SPD mit darüber entscheiden wird, ob seine Partei die Koalitionsverhandlungen mit CDU/CSU aufnehmen soll, sprach schon im Vorfeld des Diskussionsabends von einer „großen Skepsis“ der Krefelder SPD zur möglichen Bildung einer Koalition mit den Christdemokraten. „Für die Gegner der GroKo ist es eine Gewissensfrage, die Befürworter sehen sich in der Verantwortung gegenüber der Gesamtgesellschaft“, erklärt Ralph-Harry Klaer, der auf „eine Richtung“ seiner Parteimitglieder für die Delegiertenversammlung hoffte.

Jusos machten sich erneut für ein Nein zur GroKo stark

Dass das nicht einfach werden würde, zeigte sich bereits früh am Dienstagabend. Während die Jusos sich beispielsweise erneut für ein Nein zur GroKo starkmachten, verwiesen andere Parteimitglieder trotz „dünner Sondierungsergebnisse“ auf die Verantwortung und Pflicht zu regieren.

David Nowak sieht die SPD am Scheideweg. Anke Drießen-Seeger und Hans Butzen erinnerten daran, dass am Wochenende nicht über die GroKo sondern die Frage nach weiteren Verhandlungen mit CDU/CSU entschieden wird.

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