Die City ist am Samstag zur Theaterbühne verwandelt worden. Der große Andrang blieb aber aus.

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Überall in der Innenstadt wurden die Einkäufer und Besucher beim Krefelder Samstag überrascht.

Überall in der Innenstadt wurden die Einkäufer und Besucher beim Krefelder Samstag überrascht.

Andreas Bischof

Überall in der Innenstadt wurden die Einkäufer und Besucher beim Krefelder Samstag überrascht.

Krefeld. Musik, Tanz, Pantomime und Revue haben die Innenstadt beim fünften Krefelder Samstag des Jahres bestimmt, diesmal unter dem Motto "Vorhang auf". Zeitweilig pfiff der Wind mit und holte Musikern die Noten vom Ständer.

Gedränge haben die liebevoll vorbereiteten Aktionen der Werbegemeinschaft diesmal nicht erzeugt.

"Auch wenn die Menschen sich nicht über die Hochstraße schieben, wir sind mit der Frequenz zufrieden, auch im Haus", meinte Hajo Greve, einer der Organisatoren, als er sich gerade den dritten Akt des "Theaters im Schaufenster" angesehen hatte.

In einem ausgeräumten Schaufenster an der Hochstraße agierte das Wohnzimmertheater "Podio" mit Thilo Seibel als Gast. Die Kabarett-Pointen kamen über Lautsprecher nach draußen.

Nicht nur fleißig waren Hanna Eberhardt, Luisa Soboll, Nina Rübo und Julia Föllmer vom Klarinettenquartett der Musikschule, sondern auch virtuos. Die Bundessiegerinnen des letztjährigen Wettbewerbs "Jugend musiziert" traten an vier Standorten auf und boten Klassik, Jazz und schmeichelnde Unterhaltung.

Was eher als Gag gemeint war, einen Instrumentenkoffer offen aufzustellen, wurde ergiebig: Viele Passanten belohnten das perfekte Spiel der jungen Damen mit einer Münze.

Pünktlich um 11 Uhr hatte die Werbegemeinschaft den imaginären Vorhang aufziehen lassen.

Hans Jürgen Herzog (70) aus dem Forstwald, der "aus reiner Neugier" in die City gefahren war, stellte am Mittag fest: "Die Krefelder sind ziemliche Spätaufsteher." Früher aufgestanden waren die Pantomimen der "Alk Acts" auf der Königstraße.

Lenchen Schmitthz aus Köln zum Beispiel, die als "Dame mit ohne Hund" beständig ihren gleichnamigen Ehegatten Willi suchte, oder die Fee, die Passanten in weißen Tüll verwickelte.

Nostalgisch und sportlich zog der "Rock’n’Roll Club Nr. One" schon früh viele Neugierige zum Behnisch-Haus, gefolgt von der Jackpot-Bluesband, die eilig vom Schwanenmarkt herüber gewechselt war, und dem rollenden Märchenmuseum aus Ottersum, das Froschkönigs Originalkugel zur Besichtigung anbot.

Eine eigene Bühne hatten Clowntheater, Piraten-Zauber, Luftballonkunst und Elvis-Show im Hansa-Centrum.

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