In den Geschäften der Innenstadt gab es beim Kunst-Carré viel zu sehen.

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Leuchtende Farben: Die Werke beim Kunst-Carré zogen trotz des Wetters viele Interessierte an.

Leuchtende Farben: Die Werke beim Kunst-Carré zogen trotz des Wetters viele Interessierte an.

Dirk Jochmann

Leuchtende Farben: Die Werke beim Kunst-Carré zogen trotz des Wetters viele Interessierte an.

Krefeld. Während "Daisy" Straßen und Bürgersteige der City einheitlich weiß gestaltet, leuchten in den Geschäften die Werke der Maler beim Krefelder Samstag "Kunst-Carré" in den schillerndsten Tönen. "Das Mysterium des Dionysos" in 20 Farben und drei Strukturen von Ekaterina Savtchenko hängt rotschimmernd bei Tabak Janßen an der Königstraße neben dem "Turm des Wissens", der in Blau gehalten ist. Nebenan, bei Delikatessen Franken, hat Künstlerin Ilona Marion Meyer zu den gemalten "Riesengarnelen auf Spaghetti mit geröstetem Lauch" gleich das Rezept dazu gepinselt.

Es gibt viel zu sehen am ersten Thementag des Jahres in der Innenstadt. Die Mitglieder der Arbeitsgruppe "Krefelder Samstage" haben sich wieder viel Mühe gemacht und Ideen umgesetzt. "Die Stadt ist bei weitem nicht so voll, wie es die Veranstaltung verdient hätte", sagt Hajo Greve von der Arbeitsgruppe. "Bedenkt man aber die Voraussagen der Meteorologen über das zu erwartende Schneechaos, dann ist das Treiben recht munter." In Greves Modehaus projiziert der Fotograf Marco Waßer "einfache Dinge" an die Wand. Ein Blatt, eine Feder, eine Schnecke, "Reduktionen der ansonsten überfrachteten Mediengesellschaft", so Waßer.

Bei Intersport Borgmann stellt ein besonderer "Künstler" aus. "Barito", malender Orang-Utan-Mann aus dem Zoo, hat zu Fingerfarben gegriffen und sogar einige Strohhalme in seine Bilder "eingearbeitet". In den Fenstern des Behnisch-Hauses sind Malereien und Skulpturen von Carlos Orive und Tania Strickrodt ausgestellt. Und im Hansa-Centrum ist die Kunst süß.

Ein Dutzend aufwendig gestaltete Torten stehen vor dem Wiener Café van Gerven. Aiman Omeirat bietet sie für alle Gelegenheiten an: Taufe, Kommunion - und die über mehrere Etagen reichende zur Hochzeit. Gegenüber geht Marle Gmelin mit einer Marionette spazieren. Mit dabei bei seinen Kunstfiguren: ein kleiner Punker. "Ich stelle eine Figur etwa in einer Woche her, für die Kunst, die bewegt", sagt Gmelin.

"Eine Akteurin ist wegen Grippe nicht erschienen, ein anderer wegen des Wetters früher gefahren", bedauert Hartmut Janßen für die Händler des Centrums. Er sieht beim Gang durch die Stadt, dass einige Läden außerplanmäßig schließen. "Manche waren um 16 Uhr zu, andere um 17 Uhr. Die Inhaber wollten sicherlich, dass ihre Angestellten sicher nach Hause kommen", vermutet er. Die Künstler können mit dem Wetter leben. "Es waren die Leute in der Stadt, die sich wirklich für unsere Arbeit interessieren", so ihr Kommentar.

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