Nicht alle 16 Teilstücke der geplanten Bahnpromenade werden auf den Trassen laufen. Es ist auch eine Aussichtsplattform vorgesehen.

Die Krefelder Promenade startet im Forstwald.
Die Krefelder Promenade startet im Forstwald.

Die Krefelder Promenade startet im Forstwald.

Auch hier an der Hochfelder Straße/Weiden könnte die Bahnpromenade lang laufen.

Der sechste Abschnitt soll vom Südbahnhof bis zum Hauptbahnhof verlaufen und eine Terrasse mit Grünanlage und Aussichtsplattform für die Spaziergänger und Radfahrer bereithalten.

grhi, Bild 1 von 3

Die Krefelder Promenade startet im Forstwald.

Krefeld. Die 16 Teilstücke der Bahnpromenade werden oft unterschiedlich daherkommen. Der Weg kann auch nicht immer entlang der Bahntrasse führen. Dies liegt an der langen Strecke von 16,5 Kilometern quer durchs Stadtgebiet und ihren unterschiedlichen Begebenheiten, mit denen die Planer fertig werden müssen.

Das braucht überhaupt kein Nachteil zu sein, wird eher für Spannung sorgen. Manchmal wird ihr Verlauf beispielsweise nur durch einen Zaun vom Schienenverkehr getrennt, an einigen Stellen verläuft sie über Straßenabschnitte.

Immer wird der Freizeitwert des grünen Bandes zwischen Forstwald und Uerdingen für Radler, Fußgänger und Skater im Vordergrund stehen. Ihre Bereiche werden farblich markiert. „Die Bahnpromenade bietet neben dem Freizeitwert die Chance, Stadtteile zügig anzufahren, ihre kulturellen Einrichtungen miteinander zu verbinden oder grüne Bereiche zu erschließen“, sagt Stadtplaner Norbert Hudde bei einer Bürgeranhörung.

Die Planer des Büros Spiekermann haben den Verlauf des Bandes ziemlich genau auf dem Reißbrett aufgezeichnet. Zumal die ersten Teilstücke an Süd-, Güter- und Verschubbahnhof – dank neuer Fördergelder – nun realisiert werden können.

Der Streckenverlauf ab Forsthaus

Los geht der „Spaziergang“ auf dem Reißbrett der Bahnpromenade, die zurzeit den Untertitel Samt- und Seidenpromenade trägt, am Bahnhof Forstwald als „Promenadenportal“. Zwischen Forstwald und Roßstraße verläuft das Band danach weitgehend auf vorhandenen forstwirtschaftlichen Wegen. Hudde: „Sie werden wir nutzen. Die Querung der Forstwaldstraße muss geklärt werden und führt vielleicht unter den Gleisen durch.“

Unterquerung an Vorster Straße

Die 16, 5 Kilometer lange Bahnpromenade mit 16 Teilen beginnt in Forstwald (1) und geht bis Uerdingen (16). Bis zur Roßstraße (4) verläuft die Promenade weitgehend auf vorhandenen Wegen. Der zentrale Bereich liegt zwischen Roß- und Oberdießemer Straße (5 bis 7). Dort ist die Trassenführung in Hochlage geplant. Von Oberdießemer Straße bis Weiden ( 8 und 9) wird die Promenade bei der Entwicklung der Flächen „Güterbahnhof“ und „Verschubbahnhof“ berücksichtigt. Die Abschnitte 10 bis 12 liegen zwischen Weiden und Berliner Straße. Zwischen Berliner Straße und Uerdinger Bahnhof befinden sich die Abschnitte 13 und 14. Bis Hohenbudberg (15 und 16) geht es über vorhandene Straßen.

Die gelb unterlegten Abschnitte werden neben dem Südbahnhof, der seine Finanzierung im Projekt Stadtumbau West findet, als erste verwirklicht. Los geht es an der neuen Feuerwache mit einem Brückenbau am Dießemer Bruch über das Gewerbegebiet Am Verschubbahnhof bis zu Trift/Weiden. Diese Abschnitte müssen laut Investitionsprogramm bis Ende 2018 gebaut und abgerechnet sein. Aus der Bauverwaltung verlautet, dass dies bis Mitte 2018 zu schaffen sei.

Dann geht es weiter auf die südlich der Bahntrasse liegende Alte Gladbacher Straße. „Sie muss für Anlieger sowohl weiterhin befahrbar sein als auch Parkraum bieten. Daher soll die Promenade hier als so genannte Begegnungszone gestaltet werden.“ Hier wird die Straße wohl als Promenade genutzt; es können nur die einheitliche Möblierung und das Beleuchtungskonzept weitergeführt werden. Eine Alternative gibt es nicht.

Weiter geht es bis zur Thyssen-Bahntrasse über die Alte Gladbacher Straße und dann Richtung Norden zur Brücke Vorster Straße über einen neuen Weg, damit die Unterquerung der Bahn an der Vorster Straße erfolgt. Durch das Wohngebiet führt ein Zugang zum Stadtpark Süd.

Rund 17,50 Meter stehen parat

Hudde: „Hier nähert sich die Promenade ihrem Herzstück in Hochlage.“ Die Auffahrt an der Ecke Scharfstraße wird als etwa 140 Meter parallel zur Bahn verlaufende Rampe konzipiert, dort, wo sich heute die Böschung befindet. Die ersten etwa 200 Meter zwischen Alte Gladbacher- und Tannenstraße liegen zwischen Gewerbebetrieben und Bahngleisen auf dem Bahndamm. Die anschließende Brücke überspannt die Tannenstraße.

Zwischen Brückenrand und Gleisachse stehen etwa 17,50 Meter zur Verfügung. „Die Strecke verläuft über weitere rund 20 Meter auf dem der DB gehörenden Bahndamm. Im Anschluss folgt über circa 190 Meter das Gelände der Islamischen Gemeinschaft.“ Zwischen Alte Gladbacher Straße und Tannenstraße einschließlich Bahnbrücke über die Tannenstraße ist die Führung neben der Bahn möglich.

Über den sechsten Abschnitt geht’s von der Gladbacher Straße über das Highlight Stadtterrasse mit Grünanlage und Aussichtsplattform auf dem Südbahnhof zum Südausgang des Hauptbahnhofes. Auch hier ist eine Rampe mit Treppenanlage als Auffahrt zur Promenade vorgesehen.

Neue Brücke über die Volta Straße

Zur Querung der Voltastraße muss „irgendwann“ eine neue Brücke her, die eine Nutzungsbreite für den Promenadenweg von möglichst 5,50 Meter sichert. Zur Oberdießemer Straße wird die Promenade mit einer Steigung von höchstens sechs Prozent auf Straßenniveau gesenkt und dann an der Straße Dießemer Bruch an die Höhenlage herangeführt. Auch hier wird eine neue Brücke unumgänglich.

Über das Entwicklungsgebiet von Aurelis für einen Gewerbepark - hier wird ein Teilstück der Promenade wohl am ehesten realisiert - geht es weiter in Richtung Trift/Weiden, wo das Freizeitband - vielleicht zwischen den Gleisen an der Kuhleshütte - herunter geführt wird. Die Unterquerung des Gleises Richtung Trift und die Unterquerung des Hauptgütergleises Richtung Weiden/Hochfelder Straße erweisen sich hier als Möglichkeit.

An Parks vorbei in Richtung Linn

Um den zur Schmiedestraße führenden Fuß-Radweg Kuhleshütte zu erreichen, wird der Straßenzug Kuhleshütte/Werkstättenstraße gekreuzt. Die weitere Strecke soll über die Hafenbahn-Gleise führen. Hier werden Gespräche mit den Betreibern notwendig. Der Übergang vom Hafengleis zur Rheinbabenstraße sowie in Gegenrichtung muss klar ersichtlich werden.

Dies gilt auch für den Übergang zwischen Hafen- und Königsberger Straße. „Neben den Hinweisen auf die Wegeführung der Promenade selbst gehören auch Verweise auf den Bahnhof Linn sowie Burg und Museen dazu“, sagt Hudde. Die Entwicklung der Promenade an der Königsberger Straße sei problemlos machbar. Nördlich der Berliner Straße liegt heute eine großzügige, unbeleuchtete Grünfläche, die von der Königsberger Straße bis zum Rundweg reicht.

Von dort führt ein schmaler etwa 50 Meter langer Fußgängertunnel unter den Gleisen auf die westliche Seite der Bahntrasse. An der Königsberger Straße wird die Promenade parallel zum Kfz-Verkehr geführt. Das Profil der Königsberger Straße bietet ausreichend Platz zur Promenaden-Anlage.

Knoten an Alter Krefelder Straße

Vom Rundweg führt bisher ein schmaler, etwa 50 Meter langer Fußgängertunnel unter den Gleisen auf die westliche Seite der Bahntrasse. Weiter geht es zum Knotenpunkt Alte Krefelder- / Lange Straße. Im Bereich des Knotenpunktes befinden sich eine Skateranlage und Fahrradständer. Nach dem Weg entlang der Kleingärten, geht es über die Ampel auf die andere Straßenseite.

Hudde: „Die Weiterführung der Promenade auf der anderen Straßenseite muss gut sichtbar sein.“ Ampeln regeln den Verkehr auch am Knotenpunkt Lange Straße/Am Röttgen. Ein gemeinsamer etwa 3,50 Meter breiter Fuß-Radweg führt von dort rund 350 Meter bis zur Westseite des Uerdinger Bahnhofs. Eine andere Option könnte es sein, eine Uferpromenade am Projekt Rheinblick vorbei zu führen.

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