Die Krefelderin Kerstin Pauly beteiligt sich an einem internationalen Projekt, bei dem das weltgrößte Städtchen aus Wolle für einen guten Zweck entstehen soll.

Für Teilnehmer gibt es nur Vorgaben zur Größe, damit das Dorf zusammenpasst. Entstanden ist für das Projekt etwa dieser Ententeich.
Für Teilnehmer gibt es nur Vorgaben zur Größe, damit das Dorf zusammenpasst. Entstanden ist für das Projekt etwa dieser Ententeich.

Für Teilnehmer gibt es nur Vorgaben zur Größe, damit das Dorf zusammenpasst. Entstanden ist für das Projekt etwa dieser Ententeich.

Für Teilnehmer gibt es nur Vorgaben zur Größe, damit das Dorf zusammenpasst. Entstanden ist für das Projekt etwa dieser Ententeich.

Für Teilnehmer gibt es nur Vorgaben zur Größe, damit das Dorf zusammenpasst. Entstanden ist für das Projekt etwa dieser Ententeich.

Pauly, Bild 1 von 3

Für Teilnehmer gibt es nur Vorgaben zur Größe, damit das Dorf zusammenpasst. Entstanden ist für das Projekt etwa dieser Ententeich.

Kerstin Pauly ist bekennende süchtige „Häkelhäuserin“. Seit sie über die Linner Häkelgruppe Nadelspiel auf das Projekt „Größtes Häkeldorf der Welt“ aufmerksam wurde, kann sie die Nadel nicht mehr aus der Hand legen. Dieser Tage kam ihr erstes Päckchen bei der Initiatorin der Aktion im friesischen Wangerland an. Es enthielt einen knuffigen Storch und zwei niedliche THW-Fahrzeuge. Für den 7,5 Zentimeter kleinen Vogel benötige sie einen Tag, erzählt Pauly. „Damit der Schnabel schön spitz wurde, habe ich feines Perlgarn verwendet.“

„Groß Häkelhausen“, so der Name des Mini-Dorfes, wächst von Tag zu Tag: Die ersten Straßen sind verlegt und Bewohner ziehen in entzückende, blumengeschmückte Häuschen. Außerdem gibt es Bauernhöfe, knuddelige Schweinchen, die sich auf der Weide tummeln und putzige Entchen in einem winzigen Teich. Weitere liebevoll gefertigte Details gehören zu dem, komplett mit der Hand gehäkelten, Mini-Dorf.

Drei Nationen beteiligen sich an der Fertigstellung

Wer sich an der Aktion beteiligt, kann häkeln, was er möchte und kann. So flankiert ein THW-Männchen mit Reflektorstreifen, das eine andere Mitstreiterin gehäkelt hat, Kerstin Paulys THW-Fahrzeuge. „Das ist so schön geworden, das hätte ich nicht hinbekommen“, gesteht sie. Für filigrane Stücke, wie etwa eine daumengroße Untertasse oder Mini-Sandspielzeug braucht es Fingerfertigkeit und Know-how.

Ilona Duzaar aus Oppum, die seit Jahrzehnten nicht mehr gehäkelt hat, widmet sich Straßen. Die Häkelhäuserinnen tauschen sich in einer eigenen Facebook-Gruppe („Größtes Häkeldorf“) aus. Pauly lachend: „Jemand fragte neulich nach Tipps für einen zwei Zentimeter hohen Weidenzaun und ein Anderer kam auf die Idee, Fahrräder zu häkeln. Das wird schwierig.“

Am Häkel-Projekt beteiligen sich Mitstreiter aus Deutschland, Österreich und der Schweiz – und vier Generationen. „Die älteste Dame ist 94 und fertigt Straßen, ihre sechsjährige Urenkelin hat ihr erstes Haus gehäkelt.“ In Krefeld ist man bislang zu sechst. „Wir versuchen den Weltrekord aufzustellen. Im Mai entscheidet sich, ob das klappt“, erzählt Pauly.

Neben Unterstützern sind auch Wollspenden willkommen. Weitere Infos bei Kerstin Pauly unter Telefon 41 49 997 und auf Facebook unter dem Suchbegriff „Größtes Häkeldorf“.

Gabriele Ranftl aus der Gemeinde Wangerland hat das Projekt gestartet. Ziel ist es, das Dorf bis zum 12. August fertigzustellen und am Strand von Wangerland auszulegen. Dort soll es dann versteigert werden.

Die Anmeldung für den Weltrekord ist gestern eingereicht worden. In zwölf Wochen wird darüber entschieden.

Der Rekord ist für die Krefelderin allerdings nur Nebensache. „Mir ist wichtig, das wir viel zustande bekommen, damit viel Geld für die Arbeit der Kinderhospize zusammen kommt.“

„Groß Häkelhausen“ soll am 12. August am Strand von Wangerland ausgelegt und zugunsten des Bundesverbandes für Kinderhospize versteigert werden.

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