Der Artikel beschreibt augenscheinlich die Situation. Der Markt stellt nüchtern fest, was manche Journalisten und Politiker nicht wahr haben wollen. Krefeld ist eben keine Rheinstadt. Marktwirtschaftliche Zahlen lassen sich auch nicht schönen oder einfach weg lamentieren.

Krefeld ist eher vergleichbar mit Mönchengladbach. Ähnlich wie bei der Stadt Zons am Rhein (zu Dormagen) oder Monheim sieht es in Uerdingen aus. Hier kostet zumindest in Rheinnähe der Quadratmeter neuerer Wohnraum heute schon ab 2800 Euro. Auch die Mieten sehen hier anders aus. Der geplante Rheinblick verlangt zukünftig Preise, die schwindelerregend sind, aber denen in einer „echten“ Rheinstadt und direkt am Rhein wohl entsprechen dürften.

Durch geplante neue Bebauungen und Projekte werden hier die Preise zukünftig dennnoch insgesamt steigen. Krefeld ist insofern nur ein Anhängsel Uerdingens und kann deshalb auch nicht von dem Rheinstadt-Image profitieren.

Der Markt reagiert damit tatsächlich auf die geographische Lage – zu Recht. Keiner würde sagen, wenn er an den Westwall, Südwall, nach Fischeln oder in den Inrath zieht, er zöge in eine Rheinstadt oder an das Rheinufer? Das bleibt auch so, weil die Menschen nicht blöd sind. Insofern ist dem PR-Manager Herrn Grohmann in dem Artikel Recht zu geben, der die nachhaltige Wohn-Attraktivität einer Stadt nicht von einer fragwürdigen Bezeichnung wie „am Rhein“ abhängig macht.

Jürgen Matz

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