Krefeld ist Karneval. Die vielen großen und kleinen Vereine haben in dieser Session wieder bewiesen, wie bunt, lustig, feierfreudig und vor allem kreativ der Krefelder Karneval ist. Helau, das ist großartig! Und jetzt geht’s auf die Straße. In Uerdingen, Bockum und in der City wird wie gewohnt der Bär tanzen. Trotzdem wird es etwas anders sein sonst, denn die Maschinenpistolen der Polizisten sind echt. Sie sollen für ein Gefühl der Sicherheit sorgen, nicht für Verunsicherung. Es liegt an uns, Frohsinn statt Panik zu schieben. Das wäre noch schöner, wenn wir uns unsere Traditionen und Brauchtümer vermiesen lassen würden.

Für die einen ist der Weihnachtsmarkt, für die anderen eben der Rosenmontagszug. Natürlich müssen die Ordnungsbehörden reagieren. Sie werden es auch in Zukunft tun, dann vermutlich professioneller als zuletzt mit einem leeren Sattelschlepper vor der Dio-Kirche.

Die Aufgabe der Krefelder Bürger ist mindestens genauso knifflig. Sie sollen sich an höhere Sicherheitsvorkehrungen gewöhnen, insbesondere die sichtbaren, dabei trotzdem aufmerksam bleiben, vor allem aber das Feiern und Wohlfühlen nicht vergessen. Das wird gelingen. In diesen tollen Tagen, auf Stadtfesten, zur Kirmes, immer. Kranker Terrorismus darf und wird unsere Lebensgewohnheiten nicht ändern.

Was Krefeld dringend ändern muss: In den allermeisten Städten setzen die Verantwortlichen rund um ihre Karnevalszüge längst auf ein striktes Glasverbot. Die Erfahrungen sind gut. Weniger Verletzungen, weniger gefährlicher Müll auf den Straßen, am Ende dadurch weniger Kosten. Da hinkt Krefeld, offenbar aus monetären Gründen, zurück. Da wird eindeutig am falschen Ende gespart. Bleibt zu hoffen, dass die Krefelder Jecken verantwortungsvoll genug sind, ihren Müll vernünftig zu entsorgen. Mit oder ohne brennender Lampe, auch die Jüngeren. In diesem Sinne, Krefeld Helau!

 

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