Der Bundestrend trifft auch Krefeld. Direkt gewählt wurden Ansgar Heveling (CDU) und Siegmund Ehrmann (SPD).

Beste Laune bei der FDP (unser Foto zeigt den Abgeordneten Otto Fricke, links, mit FDP-Chef Joachim C. Heitmann im Rathaus).
Beste Laune bei der FDP (unser Foto zeigt den Abgeordneten Otto Fricke, links, mit FDP-Chef Joachim C. Heitmann im Rathaus).

Beste Laune bei der FDP (unser Foto zeigt den Abgeordneten Otto Fricke, links, mit FDP-Chef Joachim C. Heitmann im Rathaus).

Andreas Bsichof

Beste Laune bei der FDP (unser Foto zeigt den Abgeordneten Otto Fricke, links, mit FDP-Chef Joachim C. Heitmann im Rathaus).

Krefeld. Während bei der FDP schon früh die Korken knallten, herrschte bei der SPD das blanke Entsetzen: Die Liberalen konnten auch in Krefeld das beste Ergebnis aller Zeiten feiern (15,7 Prozent der Zweitstimmen in Krefeld). Die Sozialdemokraten hingegen büßten stadtweit fast elf Prozentpunkte ein (27,5 Prozent).

So musste der langjährige SPD-Bundestagsabgeordente Bernd Scheelen im südlichen Wahlkreis dem Neuling Andreas Heveling (CDU) deutlich den Vortritt lassen (29,1 zu 42,3 Prozent). Ob er über die Liste wieder nach Berlin gehen wird, war bei Redaktionsschluss noch nicht klar.

Im nördlichen Wahlkreis bleibt der Moerser Siegmund Ehrmann (SPD)der direkt gewählte Vertreter, doch sein Vorsprung auf die ebenfalls neue Kandidatin Kerstin Radomski (CDU) schrumpfte um rund zehn Prozentpunkte zusammen (39,6 zu 35,1 Prozent). Auch bei Radomski stand gestern noch nicht fest, ob sie über die Liste in das Parlament einrückt.

Otto Fricke (FDP) gilt vielen Beobachtern als Aufsteiger

Auf jeden Fall weiter in Berlin dabei ist Otto Fricke (FDP), der Mitgefühl mit den Sozialdemokraten zeigt: "Mich ärgert das Ergebnis der SPD. So eine Abstrafe hat sie nicht verdient. Das ist für mich nicht nachvolziehbar."

Der Krefelder FDP-Politiker hat sich als Vorsitzender des Haushaltsausschusses bundesweit einen guten Namen gemacht. Den Job ist er jedoch jetzt los, denn der gehört der stärksten Oppositionspartei: "Das ist für mich die kleine Träne des tollen Ergebnisses."

Doch vielleicht warten höhere Aufgaben auf ihn. In einer starken, mitregierenden Partei in Berlin trauen dem Abgeordenten aus Krefeld viele Leute einiges zu - da wird schon über den Fraktionsvorsitz oder gar ein Ministeramt spekuliert. Fricke selbst liebt jedoch die Fraktionsarbeit, möchte übrigens auch vor Ort weiter mitmischen.

Während die CDU leichte Verluste hinnehmen musste (minus 0,6 Prozentpunkte bei den Zweitstimmen, minus 3,1 bei den Erstsimmen), konnten Grüne und Linke sich gegenüber 2005 verbessern (Grüne plus 2,4, Linke plus 3,3 Prozentpunkte).

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