Kienbaum erläutert das Verfahren, aber nennt noch keine Kandidaten.

Krefeld. Die Suche nach einem neuen Kämmerer wird sich hinziehen. Die Wahrscheinlichkeit, dass er die Verabschiedung des Haushalts 2010/ 2011 miterlebt, ist seit Mittwoch gleich Null. Denn konkrete Namen konnte die Unternehmensberatung Kienbaum am Mittwoch im Krefelder Rathaus noch nicht präsentieren.

Statt dessen erläuterte man der Verwaltungsspitze und den Fraktionsvorsitzenden, dass die Suche noch nicht abgeschlossen ist, man noch Gespräche führen müsse, um dann nach den Ferien am 30.August eine Kandidatenauswahl zu präsentieren.

Dabei arbeitet man zweigleisig. Kienbaum hat sich die Bewerbungen aus dem Verfahren angesehen (die Annonce hatte am 8. Mai unter anderem auch in der WZ gestanden). Aus dieser Runde erscheint ein Bewerber als geeignet. Hinzu kommen die Persönlichkeiten, die Kienbaum ins Visier nimmt. Von diesen werde man voraussichtlich drei Personen vorschlagen.

Wenn sich die Fraktionen diese vier Bewerber dann noch ansehen wollen und man sich dann noch bei den unklaren Mehrheitsverhältnissen auf einen Kandidaten einigen will, erscheint die Ratssitzung am 9. September für die Wahl als unrealistisch.

Oberbürgermeister erwägt eine Sondersitzung für die Wahl

Die nächste Sitzung wäre dann erst wieder am 4. November. Dann ist noch zu klären, wann der Neue aus seinem Vertrag herauskommt. Oberbürgermeister Gregor Kathstede denkt deshalb schon über eine mögliche Sondersitzung des Rates nach.

Nach dem Gespräch wurde von Teilnehmern der Eindruck formuliert, dass die Verwaltung wohl die Zeit nutzen wolle, um bereits Mehrheiten zu zimmern. Man habe das Gefühl, dass die Krefelder Stelle nicht sehr begehrt sei. Die fehlende Verbindung mit dem Stadtdirektorposten, sowie der Finanzskandal machten den Job unattraktiv, hieß es.

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