Das Krankenhaus leitet einwandfreie Nahrung an die Ausgabestellen weiter. Die Idee kommt von zwei Mitarbeitern.

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Kooperation in einer guten Sache (v. l.): Irmgard Hausmanns (stellvertretende Vorsitzende Krefelder Tafel), Christiane Wickert, Bruder Benedíkt Ende, Markus Blankertz und Michael Wilke (alle vom Alexianer) sowie Michael Hillebrandts ( Fahrer für die Tafel).

Kooperation in einer guten Sache (v. l.): Irmgard Hausmanns (stellvertretende Vorsitzende Krefelder Tafel), Christiane Wickert, Bruder Benedíkt Ende, Markus Blankertz und Michael Wilke (alle vom Alexianer) sowie Michael Hillebrandts ( Fahrer für die Tafel).

Andreas Bischof

Kooperation in einer guten Sache (v. l.): Irmgard Hausmanns (stellvertretende Vorsitzende Krefelder Tafel), Christiane Wickert, Bruder Benedíkt Ende, Markus Blankertz und Michael Wilke (alle vom Alexianer) sowie Michael Hillebrandts ( Fahrer für die Tafel).

Krefeld. Auf der einen Seite gibt es Lebensmittel im Überfluss. Auf der anderen Seite haben nicht alle Menschen ihr tägliches Brot. Die Alexianer-Krefeld GmbH bemüht sich um einen Ausgleich. Seit dem 13. August 2012 spendet sie als erste Klinik in Krefeld qualitativ einwandfreie Nahrungsmittel aus der Zentralküche der Klinik an die Krefelder Tafel.

Montag würdigte der Provinzial der Ordensgemeinschaft der Alexianerbrüder, Benedikt Ende, diese „humanitäre Leistung“, die als schlichte Eingabe beim „Ideenjäger“, dem betrieblichen Vorschlagswesen der Alexianer Krefeld GmbH, ihren Anfang nahm.

Mit viel Lob und einer Prämie bedankt sich Benedikt Ende bei den Ideengebern Christiane Wickert und Markus Blankertz. Er betont „die Wichtigkeit der Wertschätzung von Lebensmitteln“ und wünscht sich, „dass viele Einrichtungen diese Idee aufgreifen“.

„Ich ärgere mich schon lange, dass so viele Lebensmittel im Abfall landen“, sagt Ideengeberin Christiane Wickert. Ihr Vorbild ist die Armenküche. Im Juli reichte die Assistentin der technischen Leitung ihren Vorschlag mit der Krefelder Tafel als eine von insgesamt 63 Ideen bei den „Ideenjägern“ ein. Zwei Wochen lang arbeitete sie gemeinsam mit Küchenchef Markus Blankertz an der Umsetzung. „Ich habe mir einen Überblick verschafft, was an verpackten Lebensmitteln aus den Stationen zurückkommt und noch benutzt werden kann“, erzählt Blankertz. Sogar einen Hygienebeauftragten fragte das Team um Rat.

Genau 5791 Artikel im Wert von 2181 Euro konnte Michael Hillebrandts, Fahrer der Krefelder Tafel, bislang abholen. Jeden Dienstag und Freitag gehen die Portionsverpackungen Kaffeesahne, Zucker, Salz, Honig und Marmelade an die Ausgabestellen der Krefelder Tafel.

Das betriebliche Vorschlagswesen der Alexianer Krefeld GmbH existiert seit 2007. Seitdem sind 413 Ideen eingegangen, 29 wurden prämiert.

2013 wird die Tafel-Bewegung in Deutschland 20 Jahre alt. Die erste Tafel wurde 1993 in Berlin gegründet. Bundesweit unterstützen mehr als 50 000 Ehrenamtliche in rund 900 Tafeln etwa 1,5 Millionen bedürftige Menschen. In NRW gibt es 163 Tafeln.

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