Auf dem Albrechtplatz stellte sich das Kronprinzenviertel selbstbewusst vor.

Auf dem Albrechtplatz stellte sich das Kronprinzenviertel selbstbewusst vor.
Das gemeinsame Essen und Trinken – über die kulturellen Grenzen hinweg – soll beim Kronprinzenfest das Nachbarschaftsgefühl stärken.

Das gemeinsame Essen und Trinken – über die kulturellen Grenzen hinweg – soll beim Kronprinzenfest das Nachbarschaftsgefühl stärken.

Dirk Jochmann

Das gemeinsame Essen und Trinken – über die kulturellen Grenzen hinweg – soll beim Kronprinzenfest das Nachbarschaftsgefühl stärken.

Krefeld. Echte Kronprinzler lassen sich von niederrheinischem Regen nicht die gute Laune verderben. Deshalb schallt Samstagnachmittag die Live-Musik über den Albrechtplatz. Eine ganze Reihe verschiedener Stände, sicher durch Pavillons geschützt, ist gut besucht. Die Besucher kosten Spezialitäten aus der halben Welt oder stöbern durch ausliegende Bücher.

„Mit dem ersten Kronprinzenfest wollen wir unser Viertel öffentlich zeigen. Alle, die im Bereich zwischen Ostwall und Philadelphiastraße, zwischen Rhein- und Hansastraße wohnen, haben zudem die Gelegenheit, sich gegenseitig kennenlernen“, berichten Peter Hassenpflug und Peter Hambloch, Vorstandsmitglieder des Bürgervereins Kronprinzenviertel, den es seit zwei Jahren gibt.

„Wir Kronprinzler wollen hier nicht nur wohnen und schlafen, sondern uns freuen können, dass wir gerade hier leben“, berichten die Mitglieder des Bürgervereins weiter. „Bei uns gibt es ganz viel: Schule, Vereine, Sportaktivitäten. Das wird zu wenig gesehen in der Stadt. Unser Viertel soll sichtbarer und lebendiger werden.“

Die Verantwortlichen möchten auch mit den Menschen mit Migrationshintergrund näher zusammenrücken. „Wir setzen uns dafür ein, dass unser Viertel noch ruhiger wird mit verkehrsberuhigten Zonen an Luisen- und Mariannenstraße. Außerdem möchten wir, dass der Bereich vor der Stephankirche mehr Platzcharakter bekommt.“

Mit dem Kronprinzenfest soll nun - nach Kino-Premiere und Info-Veranstaltungen - der Anfang für mehr Nachbarschaftsgefühl gemacht werden. Das scheint zu gelingen. Besucherin Vesna Kiseljak sagt: „Es ist eine gute Sache. Die Gegend rückt ins öffentliche Bewusstsein und die Nachbarn lernen sich untereinander besser kennen.“ Jens Robbert ergänzt: „Gemeinsam zu essen und zu trinken schafft Gemeinschaft.“

So gibt es Köstlichkeiten aus vielen Kulturen. Die Live-Band „Dyed in the Wool“ spielt, die Aktion Mobifant ist vor Ort, die Kinder der Mariannenschule zeigen, was sie können, das Haus der Seidenkultur ist vertreten und wer den Fragebogen mit seiner Meinung zum Kronprinzenviertel ausfüllt, nimmt an einer Tombola teil, bei der als erster Preis eine Berlinreise winkt.

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