Auch Hankes neuer Arbeitgeber ist finanziell angeschlagen.

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Führt nun die Geschäfte der Universität Witten-Herdecke: Ex-Klinik-Sanierer Günther Hanke. (Archiv

Führt nun die Geschäfte der Universität Witten-Herdecke: Ex-Klinik-Sanierer Günther Hanke. (Archiv

Lothar Strücken

Führt nun die Geschäfte der Universität Witten-Herdecke: Ex-Klinik-Sanierer Günther Hanke. (Archiv

Krefeld / Witten. Günther Hanke, bis 2006 Generalbevollmächtigter für die Sanierung des Klinikums Krefeld und des Krankenhauses Hüls, ist am Montag von der Universität Witten-Herdecke zum weiteren Geschäftsführer bestellt worden. Dies gab die Privatuniversität bekannt, nachdem die Gesellschafterversammlung der Personalie einstimmig zugestimmt hatte.

Bis Ende 2006 war Hanke in Krefeld mit der Sanierung des Klinikums und des Hülser Krankenhauses beauftragt. Dabei hatte er innerhalb eines Jahres ein Einsparpotential von über acht Millionen Euro identifiziert und ein neues Konzept für das Krankenhaus vorgeschlagen.

Vor seiner Tätigkeit in Krefeld hatte Hanke schon andere Krankenhäuser geleitet und von 1977 bis 1986 als Projektbevollmächtiger für das Forschungs- und das Arbeitsministerium gearbeitet.

Mit dem Wechsel zur ältesten deutschen Privatuniversität in Witten übernimmt Hanke nun einen weiteren Sanierungsfall: Die Universität stand im vergangenen Dezember kurzzeitig vor der Insolvenz, nachdem das NRW-Wissenschaftsministerium Fördergelder gestrichen hatte. Der Grund damals: mangelhafte Geschäftsführung.

Hanke wird in Witten-Herdecke mit Michael Anders zusammenarbeiten, der erst in der Vorwoche zum kaufmännischen Geschäftsführer der Privatuni berufen wurde. In den kommenden drei Jahren fehlen der Einrichtung offenbar rund 20 Millionen Euro.

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