30 Pächter verlassen ihre Parzellen, wenn sie Geld und ein neues Grundstück erhalten.

Krefeld. Für die Kleingärtner auf dem Gartenbaugelände Süd zwischen Obergath, Lutherstraße und Seyffardtstraße, die wegen der Erweiterung der Hochschule ihre Gärten aufgeben müssen, gibt es eine Lösung. Der Stadtverband der Kleingärtner hat der Stadt und dem Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB) NRW einen Kompromissvorschlag unterbreitet.

Demnach werden die 30 betroffenen Pächter ihre Parzellen bis spätestens Oktober 2011 aufgeben, wenn sie bis Ende September 2010 finanziell entschädigt werden und auf dem verbleibenden Gelände (Süd I, III und IV) neue Parzellen erhalten. Dafür müsste ein Teil dieser Fläche neu geordnet werden. "Das ist sowieso notwendig, um die Vorgaben des Bundeskleingartengesetzes einzuhalten", erklärt Dieter Lundström, Vorsitzender des Stadtverbands.

Einige Grundstücke seien bis zu 800 Quadratmeter groß, empfohlen seien 350 bis 400. Die Neugestaltung von Süd I und III (inklusive der Entschädigung sämtlicher betroffener Pächter) sollte laut Stadtverband im 1.Quartal 2011 abgeschlossen sein, die von Süd IV im Dezember 2017. Über einen Bebauungsplan sollen alle verbleibenden Parzellen dauerhaft für das Kleingartenwesen gesichert werden.

Auch einer Verlegung der Kantine Süd, dem Vereinsheim des Geländes, und der Geschäftsstelle stimmen die Betroffenen zu, wenn der Verein für beide Gebäude bis Januar 2011 eine Entschädigung erhält. Damit könnte das neue Heim im Oktober 2011 zur Verfügung stehen. Ein unabhängiger Gutachter soll alle Entschädigungshöhen festlegen.

Die Stadt solle sofort die notwendigen Gespräche beginnen, fordert Lundström.

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