Das zehnjährige Bestehen des Hospizes wird am 28. September von 11 bis 16 Uhr mit einem Tag der offenen Tür gefeiert.

Vor dem Hospiz im Garten: Klaus Becker, Karin Meincke und Andreas Berger vom Vorstand der Hospiz-Stiftung (1., 3. und 4. v. li.) und Leiterin Brigitte Schwarz.
Vor dem Hospiz im Garten: Klaus Becker, Karin Meincke und Andreas Berger vom Vorstand der Hospiz-Stiftung (1., 3. und 4. v. li.) und Leiterin Brigitte Schwarz.

Vor dem Hospiz im Garten: Klaus Becker, Karin Meincke und Andreas Berger vom Vorstand der Hospiz-Stiftung (1., 3. und 4. v. li.) und Leiterin Brigitte Schwarz.

Nadia Joppen

Vor dem Hospiz im Garten: Klaus Becker, Karin Meincke und Andreas Berger vom Vorstand der Hospiz-Stiftung (1., 3. und 4. v. li.) und Leiterin Brigitte Schwarz.

Krefeld. Sie kommen als Gäste, nicht als Patienten ins Hospiz am Blumenplatz. „Wir möchten Ihnen bis zum letzten Moment ein würdevolles Leben ermöglichen, ihre Lebensqualität verbessern“, sagt Karin Meincke, Vorstandsvorsitzende der Hospiz-Stiftung.

In den vergangenen zehn Jahren sind 1380 Menschen von den Pflegenden und den ehrenamtlichen Mitarbeitern in ihren verschiedensten Anliegen betreut worden.

„So manchen Wunsch haben wir erfüllt“, sagt Meincke und erzählt die Geschichte von einer 21-Jährigen, die an einem Gehirntumor erkrankt war und noch das Musical „Starlight Express“ und ein KEV-Spiel sehen wollte, und von dem Selbstständigen, der noch nie in seinem Leben am Meer war – und danach in Frieden starb.

Es gibt auch die kleinen Wunder: „Wir hatten Gäste, die als austherapiert vom Krankenhaus zu uns kamen, sich bei uns so gut erholt haben, dass sie wieder in die eigenen vier Wände zurück konnten. Die Aufnahme im Hospiz muss also keine Einbahnstraße sein“, sagt Hospiz-Leiterin Brigitte Schwarz.

Es gibt viele Geschichten aus dem „Gasthaus“ am Blumenplatz. „Manchmal denke ich, wir sollten darüber ein Buch schreiben“, sagt Meincke. Die schönste aber ist, dass die Krefelder Bürger Anteil nehmen. „Menschen, die vorher nicht den Mut hatten vorbei zu kommen, sind zu Unterstützern geworden.“

Im Jahr 2000 hatten Caritasverband, Evangelische Gemeinde und DRK-Schwesternschaft die „Hospiz-Stiftung Krefeld“ mit dem Ziel gegründet, ein stationäres Hospiz zu errichten. 2003 kaufte sie das Kloster der Herz-Jesu-Priester an der Jägerstraße 84. Nach neunmonatigem Umbau wurde das Hospiz am 1. Oktober 2004 eröffnet.

Ohne sie wäre die Arbeit im Hospiz nicht möglich gewesen. „Deshalb laden wir alle Krefelder am Sonntag, 28. September, von 11 bis 16 Uhr, zu einem Tag der offenen Tür ein. Außerdem wollen wir zeigen, wie lebendig unser Hospiz ist.“

Gegen Mittag werden die Teilnehmer des Hospizlaufes an der Jägerstraße erwartet, es gibt Gespräche, Informationen zur Hospizarbeit, ebenso Führungen durchs Haus. Am Nachmittag spielt die Gruppe Trio Nova. Auch Schlagerstar Andrea Berg hat ihr Kommen zugesagt.

Blick in die Zukunft: Drei Garagen am Hospiz-Garten sollen in einen Wintergarten mit kleiner Bibliothek und Aufenthaltsraum verwandelt werden. Anmeldungen zum Hospizlauf:

www.scbayer05.de

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