Zum Tag des Buches hat sich Leiterin Regina Lavendel für ihre Kindertagesstätte etwas Besonderes einfallen lassen.

Zum Tag des Buches hat sich Leiterin Regina Lavendel für ihre Kindertagesstätte etwas Besonderes einfallen lassen.
Die sechsjährige Julia (vorne) und andere Kinder der Einrichtung waren gespannt auf die Lesung „Warum der Marienkäfer schwarze Punkte hat“ von Autorin Barbara Rath (hinten rechts).

Die sechsjährige Julia (vorne) und andere Kinder der Einrichtung waren gespannt auf die Lesung „Warum der Marienkäfer schwarze Punkte hat“ von Autorin Barbara Rath (hinten rechts).

Andreas Bischof

Die sechsjährige Julia (vorne) und andere Kinder der Einrichtung waren gespannt auf die Lesung „Warum der Marienkäfer schwarze Punkte hat“ von Autorin Barbara Rath (hinten rechts).

Fischeln. Mit dem Besuch von Bürgermeisterin Gisela Klaer und dem neuen Dezernenten Markus Schön ist in der städtischen Kindertagesstätte an der Remscheider Straße 12 ein großes Buchfest gestartet. Anlass war der Tag des Buches. Als die Kita-Leiterin Regina Lavendel im vergangenen Herbst die Planung für die Veranstaltung aufgenommen hat, konnte sie nicht ahnen, dass das ganze Gebäude zum Marienkäferland werden würde.

Wie kam es dazu? Die in Krefeld lebende Kinderbuchautorin Barbara Rath hatte die Idee, den Kindern ein Buch vorzustellen, an dem die Kinder selbst mitgewirkt haben. Sie erfand die Geschichte vom kleinen Marienkäfer, der zuerst erschrocken und später glücklich über die schwarzen Punkte auf seinem roten Rücken war. Gemeinsam mit Erzieherin Kira Gronotte und Sprachförderin Sandra Bohnes entstand das Projekt.

Am Ende gibt es nun zwölf verschiedene Buchausgaben unter dem Titel „Warum der Marienkäfer schwarze Punkte hat“. Hannah, Hatices, Phil und Mahmoud haben mit 20 weiteren Kindern die Zeichnungen, die auf der linken Seite des 75-seitigen Buches stehen, beigesteuert. Rechts gibt es dann den Text, oben in Hochdeutsch und unten in der Übersetzung.

Anfänglich waren fünf verschiedene Sprachen angedacht, am Schluss gibt es nun das Buch in zwölf verschiedenen Fassungen einschließlich einer Mundartfassung von Heinz Webers. Die Kinder haben nicht nur die Illustrationen geliefert und den Marienkäfer studiert, sie haben auch gelernt wie ein Buch entsteht. Sandra Bohnes bringt es auf den Punkt: „Wer einmal ein richtiges Buch, an dem er mitgewirkt hat, in Händen hält, der hat eine ganz besondere Erfahrung gemacht.“

Und auch die Eltern, die zahlreich zum „Marienkäfer-Buchtag“ in die Kita kamen, haben viel dabei gelernt. Sie standen zuhauf im Bewegungsraum, als die Grußworte erklangen. Beigeordneter Schön bedankte sich für das besondere Engagement der Kita und erhielt von Regina Lavendel ein Exemplar des Buches, welches er nun in seiner bayerischen Muttersprache ergänzen kann. Bürgermeisterin Klaer überbrachte die Grüße des Oberbürgermeisters und war ganz begeistert. Als „Überraschungsgast“ war der FDP-Bundestagsabgeordnete Otto Fricke aus Uerdingen erschienen. Er sprach von einer „wichtigen und notwendigen Investition in sprachliche Bildung“, ein Thema, welches er auch in Berlin beackert. Bevor die Bücher in den einzelnen Sprachen vorgelesen wurden, lernten die Besucher die Kita bei einem Rundgang kennen. Alle waren überrascht über die Kreativität, die das Projekt ausgelöst hat. Das fing mit einem Marienkäfer-Kronleuchter an, vielen Zeichnungen, dem biologischen Lebensrhythmus des Käfers und selbst gebackenen Marienkäfer-Plätzchen.

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