Junge Familien, Singles und ältere Menschen sollen in das ehemalige Gotteshaus am Blumenplatz ziehen.

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Die Pläne der Architekten sehen einen Platz vor.

Die Pläne der Architekten sehen einen Platz vor.

Dirk Jochmann

Die Pläne der Architekten sehen einen Platz vor.

Krefeld. Das Kirchengebäude von St.Norbertus ist ein verstecktes Kleinod am Blumenplatz. Es sollte nach seiner Entwidmung nicht an "Irgendwen" verkauft werden. Das Ziel: den Erhalt des Gotteshauses mit einem basilikalen Charakter garantieren und es in guter Qualität in neuer Form präsentieren.

Diesen Vorgaben werden die Projektentwickler Hendrik Hambloch als Geschäftsführer und Heinz Hambloch, die das Gebäude gekauft haben, gemeinsam mit dem Architekten Ludwig Thorissen gerecht. Sie haben jetzt ihre Umbaupläne zu einem Mehrgenerationenhaus vorgestellt.

"Wir haben eine große Verantwortung. Es ist ein Signal, ein tolles Thema für den ,Stadtumbau West’ und wird den Bezirk aufwerten", sagt Thorissen. "Junge Familien, Singles und ältere Leute sollen wieder zurück in die Stadt ziehen und die kurzen Wege zum Einkaufen, für Restaurant- und Arztbesuche nutzen." Er schwärmt geradezu von dem "mit viel Grün umgebenen Platz und den wunderbaren Fassaden der benachbarten Häuser aus der Jahrhundertwende".

Die Kirche von 1929 wird aufgestockt. Sie bleibt dabei unter der Höhe der Nachbarhäuser. Die nachträglich angebaute Sakristei wird abgerissen, "damit die Rundung des Chores voll zur Geltung kommt", sagt Thorissen. Sie wird das Treppenhaus mit Aufzug aufnehmen.

Im Erdgeschoss des rund 400 Quadratmeter großen Kirchenschiffs ziehen Praxen, Büros und ein Café ein. Außengastronomie könnte den Vorplatz beleben. Parkplätze befinden sich unter der ehemaligen Kirche.

Die Bauvoranfrage ist gestellt. Das Thema beschäftigt die Ausschüsse, dann entscheidet der Rat. Darüber wird einige Zeit vergehen. Dann werden Gespräche mit Investoren geführt.

Die ehemals katholische Kirche ist seit rund vier Jahren ungenutzt und musste aus finanziellen Gründen verkauft werden.

Auf drei Etagen entstehen 18 barrierefreie Wohnungen und drei Penthouse-Wohnungen mit Terrasse. Alle haben eine andere Größe und lassen sich auch beliebig variieren", berichtet Hendrik Hambloch. Eine Säulengalerie an den Seiten sorgt für Arkaden-Charakter und trägt die Balkone der Wohnungen.

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