Der Trainer des KFC Uerdingen spricht im WZ-Interview über die neue Saison in der 3. Liga, seine Idee von Fußball und sein großes Vorbild.

Testspiel KFC Uerdingen - Mainz 05
Stefan Krämer ist seit März 2018 Trainer in Uerdingen.

Stefan Krämer ist seit März 2018 Trainer in Uerdingen.

samla.de

Stefan Krämer ist seit März 2018 Trainer in Uerdingen.

Krefeld. Für das große WZ-Interview lässt Stefan Krämer sogar die erste Halbzeit des hochklassigen WM-Viertelfinals zwischen Belgien und Brasilien (2:1) sausen. „Ach, ich rede so gerne über Fußball“, sagt der Trainer des KFC Uerdingen. Und das kann jeder sehen, der ihn dabei beobachtet. Denn eigentlich wollte es sich Krämer in dem großen Ledersessel gemütlich machen, doch immer wieder gerät er ins Schwärmen und rutscht dabei von links nach rechts.

Etwa, als er von seinem großen Vorbild Walerij Lobanowskyj spricht, wie er mit seinen Mitbewohnern damals in Köln nächtelang Spiele von Dynamo Kiew analysiert hat. „Das war mit die schönste Zeit meines Lebens“, sagt der 51-Jährige. Aber auch mit dem Blick voraus ist Krämer voll dabei. „Ich freue mich wie ein kleines Kind auf die Saison“, sagt er vor dem Start der 3. Liga. Dabei meint er vor allem die Auswärtsspiele, in denen die Uerdinger nach den teils hochkarätigen Zugängen „sicherlich nicht mit offenen Armen empfangen“ werden. Krämers große Favoriten sind aber vor allem die Zweitliga-Absteiger Kaiserslautern und Braunschweig sowie der Karlsruher SC.

Da Krämer sich so gerne über Fußball unterhält, erläutert er interessierten Gesprächspartnern seine Spielphilosophie. Hohes Anlaufen, immer auf Angriff, auch wenn seine Spieler nicht den Ball haben. „Das hat uns vergangene Saison die Regionalliga-Meisterschaft gebracht“, sagt er. Und ganz wichtig: Immer vorbereitet sein, nie nur einen Plan in der Schublade haben.

Lesen Sie das komplette Interview in der WZ von Samstag oder am Samstag auf wz.de!

Alter 51 (23. März 1967)

 

Geburtsort Mainz

 

Ausbildung Diplom-Sportlehrer

 

Stationen als Trainer FV Rheinbrohl (1998-2000), TSG Irlich 1882 (2000-2002), SV Roßbach/Verscheid (2002-2011), Arminia Bielefeld (2011-2014), Energie Cottbus (2014- 2015), Rot-Weiß Erfurt (2016-2017), KFC Uerdingen (seit März 2018)

 

Marotten Nach seinem ersten Sieg mit dem KFC trug Krämer an der Seitenlinie stets einen dunkelgrauen Kapuzenpulli – selbst beim Aufstiegsspiel in Mannheim bei 30 Grad Celsius. Ähnliches hatte er im Winter 2011/2012 bei Arminia Bielefeld gemacht, mit einem kurzärmligen T-Shirt. Nach dem Zweitliga-Aufstieg mit Bielefeld 2013 ließ er sich aufgrund einer Wette das Vereinslogo auf die linke Brust tätowieren.

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