Zwei Sitzungen und ein Konzert am Wochenende waren eine große Herausforderung für die Reinigungskräfte.

Selbstverpflegung war erlaubt: Die Jecken haben viel Müll hinterlassen. Für die Mitarbeiter blieb nur wenig Zeit zum Aufräumen.
Selbstverpflegung war erlaubt: Die Jecken haben viel Müll hinterlassen. Für die Mitarbeiter blieb nur wenig Zeit zum Aufräumen.

Selbstverpflegung war erlaubt: Die Jecken haben viel Müll hinterlassen. Für die Mitarbeiter blieb nur wenig Zeit zum Aufräumen.

Friedhelm Pilz

Selbstverpflegung war erlaubt: Die Jecken haben viel Müll hinterlassen. Für die Mitarbeiter blieb nur wenig Zeit zum Aufräumen.

Krefeld. Erst der Lachende Königpalast, dann Sänger Roger Whittaker, insgesamt mehr als 10 000 Besucher am Wochenende: Der Veranstaltungsmarathon im Krefelder Eispalast ist eine logistische Herkulesaufgabe gewesen.

Hier tummeln sich Ton- und Lichttechniker, Bühnenbauer, Reinigungskräfte, Catering-Personal und Hilfskräfte sowie Sicherheitskräfte, Medizinischer Hilfsdienst und Feuerwehr. Hinzu kommen die Künstler mit ihrem Begleittross bis hin zur Maskenbildnerin. Das geht nicht ohne Planung und Organisation, wenn ein Rädchen ins andere greifen soll.

Die beiden Karnevalssitzungen dauern bis ein Uhr. Dann warten 75 "Heinzelmännchen" der gleichnamigen Krefelder Reinigungsfirma darauf, Berge von Müll zu beseitigen und zu putzen. "Doch zunächst müssen die Stühle von der mit Platten abgedeckten Eisfläche entfernt und gestapelt werden", berichtet Inge Klaßen. Die Marketing- und PR-Verantwortliche des Königpalastes hat dafür 15 Helfer verpflichtet.

Die Putzkolonne wischt hinterher und die Stühle können schon bald wieder für die nächste Aufführung aufgestellt werden. "Bis mittags haben unsere Leute ganze Arbeit geleistet", freut sich Heinzelmännchen-Juniorchef Sven Wetzler.

Er sagt: "Auf das Schlachtfeld mit den gewaltigen Müllbergen waren wir mit 20 Großcontainern eingestellt." Um die Mengen wusste er vom ersten "Lachenden Königpalast" vor zwei Jahren, als erstmals Selbstverpflegung für Getränke und Speisen erlaubt war. "Ein hartes Los hatten unsere Stand-by-Kräfte mit der ständigen Toilettensäuberung und Müllbehälterleerung"

Wilhelm Wetzler, geschäftsführender Gesellschafter der Firma, hatte sich dieses Mal frei genommen und mit seiner Gattin unters närrische Volk gemischt: "Man muss als Dienstleister ja wissen, was der Kunde vor und hinter den Kulissen erwartet. Wir haben die Stimmung genossen."

"Ab September steigen wir schon wieder in die Planung für das nächste Jahr ein", schaut Inge Klaßen voraus und verspricht allen Jecken eine Fortsetzung des Kölschen Frohsinns in Krefeld.

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