Beteiligung an Straßenmodenschau ist 2009 gesichert.

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Noch ist unklar, wie es für die 86 Mitarbeiter nach der Schließung weitergehen wird.

Noch ist unklar, wie es für die 86 Mitarbeiter nach der Schließung weitergehen wird.

Andreas Bischof

Noch ist unklar, wie es für die 86 Mitarbeiter nach der Schließung weitergehen wird.

Krefeld. Im Kaufhof am Ostwall ist gestern keine Untergangsstimmung zu spüren. Trotzdem sitzt der Schock wegen der Schließung Ende Juni 2010, die von der Galeria Kaufhof GmbH am Donnerstag bekanntgegeben wurde, tief.

"Wir sind alle betroffen", berichtet eine Mitarbeiterin, die ihren Namen nicht nennen möchte. "Vor allem die Leute, die hier schon ewig arbeiten."

Geschäftsführer Volker Krips sagt: "Die Stimmung ist so gut, wie sie in so einer Situation sein kann. Wir sind eine große Familie." Wie es jetzt für die 86 Mitarbeiter des Standorts weitergehen wird, kann er nicht sagen.

"Am Montag kommt der Personalvorstand. Mal schauen, was er im Köcher hat." Auch der Betriebsrat wollte sich vorher nicht zur Schließung äußern.

Eins kann Krips aber garantieren: "Wir werden 2009 mit voller Serviceleistung für unsere Kunden da sein. Außerdem werden wir mit der WZ und der Welle Niederrhein wieder den Talentmodelwettbewerb durchführen und uns an der Straßenmodenschau beteiligen."

Galeria hatte vor einigen Monaten eine Schließung ausgeschlossen

Bestürzt über das Aus zeigt sich Sabine Busch, Gewerkschaftssekretärin bei Verdi im Fachbereich Handel: "Wir hoffen, dass möglichst viele Mitarbeiter in den umliegenden Häusern unterkommen. Die Galeria Kaufhof GmbH muss in die Verantwortung genommen werden."

Die Entscheidung kam auch für sie völlig überraschend. "Es gab immer wieder Anlass zur Hoffnung, dass ein neues Konzept den Kaufhof am Ostwall zukunftsfähig macht."

Nun werde Verdi in alle Richtungen prüfen, wie Arbeitsplätze gesichert werden können. "Schließlich haben die Mitarbeiter jahrelang mitgezogen."

Oberbürgermeister Gregor Kathstede hat am Donnerstag in einem Brief an die Galeria Kaufhof-Geschäftsführung in Köln um ein Gespräch gebeten. Die hatte ihm vor wenigen Monaten nach den ersten Schließungsgerüchten Entwarnung gegeben.

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