Pech mit dem Wetter hatte die Prinzengarde beim Regimentsappell. Davon ließen sich die Beteiligten aber nicht aufhalten.

Lassen sich trotz des miesen Wetters die Laune nicht verderben: die Schützen der Krefelder Prinzengarde.
Lassen sich trotz des miesen Wetters die Laune nicht verderben: die Schützen der Krefelder Prinzengarde.

Lassen sich trotz des miesen Wetters die Laune nicht verderben: die Schützen der Krefelder Prinzengarde.

Andreas Bischof

Lassen sich trotz des miesen Wetters die Laune nicht verderben: die Schützen der Krefelder Prinzengarde.

Krefeld. „Ein wunderbares Bild“, kommentierte ein Zuschauer, als Spielmannszug und Tänzer der Prinzengarde heranmarschierten. Ihr Ziel: die Stadtwerke (SWK) auf der St. Töniser Straße. Dort fand am Freitagabend zum vierten Mal der Regimentsappell statt. Etwa 300 Meter hatte die aus Richtung St. Tönis kommende Truppe noch zurückzulegen, da setzte heftiges Schneetreiben ein.

„Ich melde gehorsamst, leicht eingeweicht, die Truppe ist angetreten.“

Kommandeur Hans-Jürgen Holzapfel an Christian Cosmann

Die endlos erscheinende Schar Grün-Weißer mit ihren Pechfackeln bot in der Dunkelheit ein fantastisches Bild. Die Männer erinnerten an das Gemälde eines alten Niederländers. Die Beteiligten sahen das natürlich etwas anders. So begrüßte Kommandeur Hans-Jürgen Holzapfel seinen Präsidenten Christian Cosman mit den Worten: „Ich melde gehorsamst, leicht eingeweicht, die Truppe ist angetreten.“

Hose zerrissen: Der Tanzoffizier muss sich neu einkleiden

Die Aktiven schienen sich über die Schneeflocken auf den schmucken Uniformen nicht besonders aufzuregen und versuchten, ihre Instrumente ins Trockene zu bringen. Dort spielte bereits die Regimentskapelle und zahlreiche Mitglieder, Freunde und Gäste der Prinzengarde wurden vom Präsidenten begrüßt.

Oberbürgermeister Frank Meyer und Bürgermeisterinnen Gisela Klaer sowie Karin Meincke und die Chefs der SWK, Carsten Liedtke und Kerstin Abraham, führten die Liste an. Selbstverständlich waren auch Prinz Dieter I. und Prinzessin Britta I. zugegen. Und auch der Garde-Ehrenpräsident Rainer Küsters, der ganz entspannt sagte: „Ich genieße den Appell nur noch, habe ja 30 Jahre für den Ablauf gesorgt.“

Der Kanoniertanz leitete über zu zahlreichen Beförderungen, die traditionell während des Regimentsappells erfolgen. Fähnriche wurden zu Leutnants, Rittmeister zu Majoren und einer, Gerd Neumann, zum Generalleutnant ernannt. Präsident Cosman trug die Laudation vor, Kommandeur Holzapfel überreichte die Urkunden. Eine besondere Ehrung erfuhr Hennig Michel, seit 2010 Direktor des Mercure Parkhotel Krefelder Hof. Er wurde Ehrenoffizier der Prinzengarde.

Nach dem gemeinsamen Abendessen und einigen Gardetänzen attestierte der Präsident seiner Truppe unter dem Beifall der Gäste die volle Bereitschaft. Nur der Tanzoffizier, der sich die Hose zerrissen hatte, musste sich neu einkleiden.

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