In Bockum, Verberg, Fischeln, Uerdingen und Hüls wurde kräftig Karneval gefeiert.

Jubiläum des Sängerbundes mit Parodien und Pyramiden

In bunt-karierten Kostümen kamen die Männer des Bockumer Sängerbundes auf die Bühne im vollbesetzten Seidenweberhaus. Unter der Leitung des "Oberclowns" Stephan Krings, begleitet von der "Happy Company", begeisterten sie mit der Eröffnungs-Parodie der närrischen Feier zum 125-jährigen Bestehen das Publikum:

"Wir send alles krie-ewelsche Jonges - Tüpisch Krie-ewel es os Motto! Pappnas’ em Jesi-ech- Paias en de Hank, Fastelo-ewend wörd jef-iert bei os en Stadt on Lank!" erklang oder auch "Hannes nou träck die Kaar von Vennikel ü-ewer Traar bes no-e dä Sprödentalplatz, do-e stelln wir os op für dä Zoch möt Rabbatz."

Die neuen Texte nach bekannten Melodien schuf Präsident Karl Müller, der auch durch die Sitzung führte. Raketen für die übrigen Akteure: Olli, der Köbes, servierte rheinische Erfahrungen mit Alt und Pils; dä Schutzmann kömmt anjerannt, hätt’ ne Zettel in der Hand"; die Garde "Zunft-Müüs" zeigte atemberaubende Pyramiden; Mr. Tomm präsentierte die Starparade aus der U-Bahn.

Das Prinzenpaar Johannes und Martina kam nicht mit leeren Händen und überreichte seinen Sessionsorden an Jürgen Kengel und Peter Gerritz, dem Vorsitzenden des Frohen Sängerbundes Verberg, der sich den Bockumer Sangesfreunden angeschlossen hat. Toka

Prinzengarde überrennt Verberger Sitzung

Wenn in Verberg die Karnevalisten rufen, ist richtig was los - nicht mehr im Dorf, dafür aber in der prächtig umgewandelten Sporthalle der Gerd-Jansen-Förderschule am Luiter Weg.

Sitzungspräsident Ralf Mühlenberg konnte schon kurz nach dem Einzug der Garden und seines Elferrates die Prinzengarde der Stadt Krefeld hereinbitten. Die überrannte den Saal grün-weiß mit rund hundert Mitwirkenden der "großen Wache", darunter zwei Spielmannszügen.

"Viele junge Gesichter", freute sich Ute, die Robin Hood mimte, und Eva, ihre leopardische Begleiterin, war ganz hin: "Staatse Männer." Eingeweihte verrieten: "Das macht die neue Kommandantur."

Aus dem Kliedbruch rekrutieren die Verberger in diesem Jahr ihr Kinderprinzenpaar: Maximilian II. (Frey) und Katharina II. (von der Weyden).

Wolfgang Eltgen und Andreas Jörissen ließen als die "Krähenfelder" die Verberger "mit dem Po wackeln", wandten sich Walter Lorenz und Wolfgang Raschke als Strunz und Büggel aus Bornheim den allgemeinen Menschheitsthemen zu, erzählte Peter Kerschner aus Köln Unmögliches aus dem Bauch, ließen drei "Men in Black" ihrem Gesang freien Lauf und verschönerten noch große und kleine Garden das Bild, bevor Johannes IX. und Martina II. den Verbergern zeigten, wer in Krefeld was zu sagen hat.

Närrische Gartenzwerge feiern, dass die Federn fliegen

Ehre, wem Ehre gebührt: Neben einem karnevalistischen Feuerwerk hat die KG Närrische Gartenzwerge ihre Gäste im proppenvollen Festsaal des Fischelner Burghofs auch mit einer Reihe von Ehrungen unterhalten.

So erhielten bei der großen Prunksitzung der Erste Vorsitzende Karl-Heinz Dappers und Ehefrau Margret den "Silbernen Gartenzwerg" für herausragende Verdienste und 45 Jahre Mitgliedschaft.

Der Zweite Vorsitzende Dragan Gracin trägt jetzt den Orden des linksrheinischen Karnevals in Gold für 20 Jahre Vorstandstätigkeit.

Als Höhepunkt folgte die Verleihung der Ehrenfederhaube an Ralf-Guido Herbst-Klaassen. Dazu hatte eine ganze Horde Indianerhäuptlinge mit prächtigem Federschmuck die Bühne kurzerhand in ein Indianerdorf verwandelt.

Der Preisträger des Vorjahres, Häuptling "Schwarze Schokofeder" alias CDU-Landtagsabgeordneter Peter Kaiser, hielt die Laudatio.

Schon der Einzug des Trommler- und Fanfarencorps Gut Schlag brachte das Narrenblut in Wallung, gefolgt von der Krefelder Tanzgarde GKG. Viel Beifall gab es für Tanzmariechen Lisa Riede.

Ob bei den Klängen der Band "Echte Fründe" oder dem Gesang von Siggi Rose, der Kölner Tanzgruppe Grün-Weiß oder bei Büttenredner "Der Lange" - das farbenfroh gekleidete Völkchen kam auf seine Kosten. wop

Ausgelassene Stimmung bei 700 Narren der KG "Op de Höh"

Rund 700 Narren haben am Samstagabend mit der Karnevalsgesellschaft "Op de Höh" in der Uerdinger Halle gesungen, geschunkelt und geklatscht. Die ausgelassene Stimmung verleitete sogar einige dazu, auf den Stühlen zu tanzen.

Der farbenfrohe Einmarsch des "Musikcorps BSW Hohenbudberg" verbreitete gleich anfangs gute Laune. Herzhaft gelacht wurde über Stefan van den Eertwegh alias "Die Erdnuß", der von seinem Urlaub in der DDR, der "Deutschen Dominikanischen Republik", berichtete.

Präsident Guido Fabig, Andre Laschet, Rudi Hacker und Heinz Hermann Küsters wurden für ihr Engagement vom Uerdinger Prinzenpaar Gabi und Thorsten mit Orden ausgezeichnet.

Schwingende Beine und Röcke präsentierte die hauseigene "Tanzgarde Op de Höh", während die Showeinlage des "TSC Rheinfeuer" das Publikum in eine Phantasiewelt entführte.

Die flotten Bienchen und feschen Dirndl im Publikum wippten dagegen beim Auftritt der Musikband "Dröpkes" mit. Höhepunkte waren die Darbietungen von Wolfgang Petry-Double Bernd Müller und die Sitzungskapelle "Teddy Boys".

Leider sei die Besucherzahl dieses Jahr um zehn Prozent gesunken. Man hoffe aber, diese mit solch einem attraktiven Programm in Zukunft wieder zurück zu gewinnen, sagte Ehrenpräsident Willi Minten. Ha.

Monika und Jens Haußmann führen Hülser Sechserrat an

Lukas Hülbusch begrüßte die Gäste der Prinzenproklamation des Hülser Karnevalvereins "Sechserrat” standesgemäß mit einem dreifachen "Breetlook”.

Zwar wurde bereits vor Beginn der Karnevalsshow geschunkelt und gefeiert, dennoch wagte der Präsident des Vereins eine Coverversion des Songs "Let me entertain you” von Robbie Williams, um die Stimmung des Publikums im Kino Heinrichstift in Hüls anzuheizen.

Unter dem Motto "Die ultimative Karnevalsshow mit den schönsten Karnevalsliedern” lud der Sechserrat zur Einführung des neuen Prinzenpaares ein. Bis zu diesem Abend wusste kein Vereinsmitglied, wer es sein würde.

"Das ist eine wichtige Tradition bei uns im Sechserrat", sagte Schriftführerin Monika Kohnen. Die Ausnahme waren der Präsident Lukas Hülbusch und das Mitglied Geli Thunig, die das Ehepaar Monika und Jens Haußmann aussuchten und dem Publikum schließlich vorstellten.

Die Fanfaren der KKG Nette Stölle Jonges sorgten für die passende Karnevalsmusik zum Feiern und Schunkeln des Publikums. Alle Akteure an diesem Abend stammen aus dem Sechserrat, der die Veranstaltung selbst organisierte.

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