Eine Arbeitsgruppe soll dem Rat eine überarbeitete Satzung vorlegen.

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Bis 2015 müssen Abwasserkanäle überprüft werden. Archiv

Bis 2015 müssen Abwasserkanäle überprüft werden. Archiv

Andreas Bischof

Bis 2015 müssen Abwasserkanäle überprüft werden. Archiv

Krefeld. Die Satzung für die Dichtigkeitsprüfungen von Kanälen soll überarbeitet werden. Der Bauausschuss beschloss am Mittwoch, dass eine interfraktionelle Arbeitsgruppe die neue Fassung in der nächsten Sitzung des Stadtrates vorlegen soll. Die Landesregierung hat bekanntlich alle Grundstückseigentümer verpflichtet, bis Ende 2015 ihre Abwasserkanäle auf Dichtheit zu prüfen. Eine Satzung soll bis zum Frühjahr dieses Jahres für alle Kommunen verpflichtend sein.

Wie CDU-Sprecher Stefan Galke erklärte, gebe es zu dem Thema aber noch eine Reihe ungeklärter Fragen. Dazu gehörten zum Beispiel die Art der Prüfmethode, die sich in den Kosten niederschlägt, die Ausnahmeregelungen oder die Lage der Wasserschutzzonen. Galke: „Viele Hausbesitzer wissen gar nicht, in welchem Wasserschutzgebiet ihr Haus liegt.“

Im Ausschuss wurde auch auf eine Mitteilung der Eigentümer-Schutzgemeinschaft „Grund und Boden“ verwiesen, die auf eine mögliche Fristverlängerung bis 2023 abzielt. Voraussetzung dafür sei, dass die Kommune bei der Dichtigkeitsprüfung ihres eigenen Kanalnetzes sozusagen in Vorleistung trete.

Auch die Stadtwerke wollen Prüfungen anbieten

Planungsdezernent Thomas Visser verwies auf gesetzliche Vorgaben durch das Wasserschutzgesetz, die keine beliebige Gestaltung der Satzung zulasse. Auch die Preise für das Prüfverfahren könnten nur individuell mit den Besitzern errechnet werden.

Die Stadtwerke bestätigten am Mittwoch, dass auch sie sich als Prüfungsunternehmen vorbereiten. Das geschehe aber, betont SWK-Sprecherin Dorothee Winkmann, „in Abstimmung mit den heimischen Handwerksbetrieben“. Die Stadtwerke wollen am Markt aktiv werden, sobald ein entsprechender Ratsbeschluss vorliege. Dieser wird für Februar erwartet.

Eine überarbeitete Fassung zur Gestaltung und Lage der Nordfront der neuen Albert-Schweitzer-Realschule an der Lewerentzstraße legten die Architekten gestern dem Bauausschuss vor. Nachdem der Gestaltungsausschuss Bedenken gegen die dicht an der Straße liegenden Hauptbaukörper angemeldet hatte, wird dieser nun teilweise auf 8,5 Meter vom Straßenrand zurückverlegt. Dieser kostenneutrale Schritt bringe  einen Raumgewinn von 70 bis 90 Quadratmeter.
 

Der Ausschuss stimmte der neuen Vorlage  einstimmig zu.

Das Sieben-Millionen-Projekt erhält Zuschüsse aus dem Konjunkturpaket I in Höhe von rund vier Millionen Euro. Allerdings müssen alle Ausgaben bis Ende 2012 abgerechnet sein. Deshalb steht das Projekt unter Zeitdruck.

Neben der energetischen Sanierung soll in die Schule eine neue Turnhalle integriert werden. Neu gebaut werden auch eine Mensa und der Verwaltungstrakt. Der derzeit schlechte baulicher Zustand wird sich vollkommen ändern. Zwei Gebäudeteile werden komplett saniert, ein weiterer abgerissen und auf vor der jetzigen Schule neu errichtet. Die Schule wird von 438 Schülern besucht, die von 35 Lehrern unterrichtet werden.

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