Die jüngsten Aussagen des Krefelder CDU-Parteivorsitzenden Marc Blondin verwundern die Jungsozialisten (Jusos) Krefeld: „Woran möchte Blondin jetzt die eigene Partei ausrichten – ist die CDU Krefeld ein Sammelbecken jeglicher Meinungen ohne eine Orientierung in Beliebigkeit vereint? Oder ist es eine Union, die sich auf konservative Werte besinnt und als das Fleisch gilt, aus dem sich das Fleische in Gestalt der Rechtspopulisten heraus geschnitten hat?,“ fragt die Juso-Vorsitzende Stella Rütten in Anspielung auf die innerparteiliche Auseinandersetzung zwischen dem Vorsitzenden Marc Blondin und Gerald Wagener.

Sie bemängele die Profillosigkeit der CDU sowohl auf Bundes- als auch auf kommunaler Ebene. „Uns würde schwindelig werden, wenn Herr Blondin unser Parteivorsitzender wäre. Er verharmlost die Rechtspopulisten, in dem er ankündigt, dass sie sich selbst zerlegen. Dagegen stehen eigene Aussagen innerhalb seiner Partei, die die Existenz der Rechtspopulisten auf das fehlende konservative Profil zurückführen“, so Stella Rütten. „Blondin möchte sich zwar nicht eindeutig von der CDA abgrenzen, relativiert aber die konkrete Kritik an seiner Person von der Werteunion, die deutlich konservativer auftritt. Was er außerdem versucht, ist, sich nochmals gegen „Linksextreme“ abzugrenzen anstatt gegen Rechtspopulisten und Rechtsextremen. Das ist eher ein Wertepudding als eine Werteunion“, so Rütten. Das gleiche Vorgehen sei auch auf Bundesebene immer wieder im Zusammenspiel mit der CSU zu beobachten.

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