Ein konservativer Nachwuchsmann der Krefelder kokettiert mit der AfD, diskriminiert im Netz Homosexuelle und kritisiert Zuwanderung. Seine Partei verliert die Geduld.

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Auch online kann gegen Bewährungsauflagen verstoßen werden. Foto: Armin Weigel

Auch online kann gegen Bewährungsauflagen verstoßen werden. Foto: Armin Weigel

dpa

Auch online kann gegen Bewährungsauflagen verstoßen werden. Foto: Armin Weigel

Krefeld. Das Maß ist voll für die Krefelder CDU. Zwei Mal hat sie ihr junges Mitglied Adrian Shala (>>> zum Facebook-Profil) schriftlich abgemahnt für seine rechts-konservativen, diskriminierenden Anflüge bei Facebook. Dort hat Shala die Grenzen zwischen Privatmann und CDU-Mitglied längst verwischt, dort postet er Sätze wie: „Wie soll ein Junge, der zu einem Mann heranwächst, seine Rolle finden, wenn immer mehr schwule Menschen in der Öffentlichkeit auftreten!“ Ein stolz lächelnder Shala auf einem Foto mit AfD-Landeschef Markus Pretzell schoss den Vogel jetzt ab.

Die CDU spricht eine letzte Warnung aus. Oder um es mit den Worten von Kreisgeschäftsführer Georg Alfes zu sagen: „Es war immer unsere Hoffnung, dass sich Herr Shala bei uns integrieren lässt und man ihm so auch dabei helfen kann, einen vernünftigen politischen Weg einzuschlagen. Wir sind irgendwo am Ende der Fahnenstange angekommen, wenn sich die Dinge nicht grundsätzlich und umgehend ändern.“

Shala bezeichnet Andersdenkende gern als „linksverblendet“, wird sogar von protestierenden CDU-Ratsfrauen im Netz angegangen, bislang ohne Erfolg. Alfes meint, Shala müsse sich jetzt entscheiden. „Sonst tun wir es.“

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