Gut ein Drittel der 15- bis 29-Jährigen trinkt regelmäßig viel Alkohol. Krankenstand am Niederrhein steigt leicht.

Viele junge Erwerbstätige trinken laut regelmäßig viel Alkohol.  Archiv
Viele junge Erwerbstätige trinken laut regelmäßig viel Alkohol. Archiv

Viele junge Erwerbstätige trinken laut regelmäßig viel Alkohol. Archiv

dpa

Viele junge Erwerbstätige trinken laut regelmäßig viel Alkohol. Archiv

Krefeld. Viele junge Arbeitnehmer greifen zur Flasche, um sich nach der Arbeit zu entspannen. Beliebt ist dabei das Rauschtrinken: 37 Prozent der 15- bis 29-jährigen Erwerbstätigen in Nordrhein-Westfalen trinken mindestens einmal im Monat fünf oder mehr alkoholische Getränke in kurzer Zeit. Bundesweit sind es mit 34 Prozent etwas weniger.

Die Zahlen stammen aus dem jüngsten Gesundheitsreport der DAK. Die Krankenkasse hat in NRW 1,1 Millionen Versicherte, davon fast 80 000 in Krefeld, Mönchengladbach und dem Kreis Viersen.

Junge Arbeitnehmer werden laut Report im Vergleich zu ihren älteren Kollegen häufiger krankgeschrieben, dafür aber meist nur aufgrund von kurzen und akuten Erkrankungen wie Erkältungen oder Magen-Darm-Infekten. Auffällig:

Psychische Erkrankungen betreffen zunehmend auch Jüngere. Die häufigste Diagnose bei den 15- bis 29-Jährigen lautet somatoforme Störung. Acht Prozent der Jüngeren sind betroffen.

Deutliche Zunahme bei Muskel-Skelett-Erkrankungen

Bei diesem Krankheitsbild können für körperliche Beschwerden keine organischen Ursachen gefunden werden. Begleitet wird diese Störung oft von Depressionen, die bereits bei sieben Prozent der jungen Arbeitnehmer festgestellt werden.

Nach einer repräsentativen Befragung der DAK beurteilen in NRW zwar 71 Prozent der Erwerbstätigen unter 30 Jahren ihre Gesundheit als gut oder sehr gut. Gleichzeitig fühlt sich aber mehr als die Hälfte der Befragten im Job unterfordert. „Das kann langfristig zu Stress und Krankheiten führen“, sagt Christian Lipinski, Leiter der DAK in Krefeld.

Der Krankenstand aller DAK-Versicherten am Niederrhein ist im vergangenen Jahr leicht auf 3,4 Prozent gestiegen. Mit anderen Worten: An jedem Tag des Jahres waren von 1000 Versicherten 34 krankgeschrieben. Den niedrigsten Krankenstand in NRW verzeichnet Düsseldorf mit 2,8 Prozent, den höchsten Recklinghausen mit 4,5 Prozent.

Deutlich zugenommen haben am Niederrhein Muskel-Skelett-Erkrankungen wie Rückenschmerzen (plus 16,1 Prozent). Dagegen gab es bei den Atemwegserkrankungen wie Erkältungen und Bronchitis einen Rückgang um 14,7 Prozent.

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