Krefeld. Wenn es um Tempolimits und Umweltzonen geht, sind die Nörgler immer schon da. Und ihre Argumente kommen nicht sonderlich originell daher: Alles sei blinder Aktionismus, der nichts bringe, behaupten die einen. Die anderen holen den großen Hammer heraus und fordern autofreie Zonen für halbe Innenstädte.

Fakt ist, dass die Wirksamkeit von Tempolimits in zig Untersuchungen belegt wurde. Wer an der Berliner Straße wohnt, wird den Unterschied in den nächsten Wochen zu spüren bekommen: Tempo 50 reduziert den Lärm und die Schadstoffe, wenn die Ampelschaltungen entsprechend abgestimmt funktionieren. Sollten die Pendler dabei ein paar Minuten später ankommen, lässt sich das sicher verkraften.

Es ist gut, dass es in Krefeld seit gestern nach langen, quälenden Diskussionen einen Luftreinhalteplan gibt. Dass sich nun alles schlagartig verbessert, sollte allerdings niemand erwarten. Die Schadstoffe werden zum größten Teil außerhalb der Stadt produziert. Hier kann Krefeld nichts tun.

Bei den lokalen Verkehrsströmen lässt sich aber einiges bewegen. Und genau hier setzt der Plan an. Durchfahrtverbote für schwere Lkw sorgen ebenso wie Temporeduzierungen für messbare Entlastungen. Und vielleicht setzt die Umweltzone in dem einen oder anderen Fall sogar das Signal zum Kauf eines Neuwagens. Denn der ist im Zweifel sauberer unterwegs als das alte Schätzchen.

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