Bürgerinitiative Theaterplatz weist auf Mängel hin. Feuerwehr erklärt, Ausgänge und Fluchtwege sind okay.

Brandschutz
Benutzer der Tiefgarage im Seidenweberhaus stolpern an den Notausgängen auch schon mal über defekte Stufen, Müll und Drogenabhängige, die sich dort aufhalten.

Benutzer der Tiefgarage im Seidenweberhaus stolpern an den Notausgängen auch schon mal über defekte Stufen, Müll und Drogenabhängige, die sich dort aufhalten.

Stolperfallen auf den Stufen der Tiefgarage.

Andreas Bischof, Bild 1 von 2

Benutzer der Tiefgarage im Seidenweberhaus stolpern an den Notausgängen auch schon mal über defekte Stufen, Müll und Drogenabhängige, die sich dort aufhalten.

Krefeld. Wer die Tiefgarage des Seidenweberhauses Richtung Ostwall verlässt, stolpert schon mal wegen kaputter Stufen und über Müll, defekte Ablaufgitter oder sich gerade einen Schuss setzende Drogensüchtige. Für Brigitte Thevessen von der Bürgerinitiative Theaterplatz und Anwohner ein Unding.

Dass zwei Notausgänge zum Seidenweberhaus demnächst auf halber Höhe verschlossen werden sollen, ist in ihren Augen nicht ausreichend. Sie sorgen sich: „Sind im Rahmen der Brandschutzverordnung die Notausgänge überhaupt noch sicher?“

Die Sprecherin der Bürgerinitiative (BI) bezweifelt das. Auf Wunsch der Verwaltung hat sie zunächst die Umsetzung der vor zwei Jahren vom Rat beschlossenen Maßnahmen abgewartet. Das bereut sie längst. „Passiert ist nämlich nichts.“ Im Gegenteil. Die Situation vor Ort sei schlimmer als zuvor.

Was sie damit meint, hat sie fotografisch dokumentiert: Schäden an Türen, Stufen und Gittern, brennbare und gesundheitsgefährdende Materialien wie kaputtes Glas, Spritzen, Drogenreste in Aluminiumfolie und Fäkalien. Das sei für Parkhausbenutzer und Besucher der Innenstadt kein Aushängeschild.

Schäden an Türen, Stufen und Gittern mit Fotos dokumentiert

„Fünf Anrufe in zwei Wochen waren notwendig, bis ein großer Haufen menschlicher Exkremente auf den Stufen der Unterführung entfernt wurde“, schildert eine der WZ namentlich bekannte Anwohnerin. Auch Brigitte Thevessen ist mit dieser „langen Leitung“ sehr unzufrieden. Kurzerhand rief sie im September die Feuerwehr an, schickte dem zuständigen Mitarbeiter ihre Fotos per Mail zu und bat um eine „Brandschutzüberprüfung“ der Tiefgarage.

Feuerwehr prüft regelmäßig die Rettungswege

So eine „Wiederkehrende Prüfung“ findet unter der Federführung des Bauordnungsamtes statt. Die Feuerwehr ist als Fachbehörde beratend tätig und überprüft Brandschutz und Fluchtmöglichkeiten.

Vor allem die Rettungswege und Notausgänge müssen jederzeit gefahrlos nutzbar und frei von Brandlasten und Hindernissen sein. Das Ergebnis wird der Verwaltung mitgeteilt, da die Stadt als Betreiber des Parkhauses für die Beseitigung von Schäden zuständig ist.

Die jüngste Überprüfung hat am 6. November stattgefunden. „Die Notausgänge der Tiefgarage sind in ihrem jetzigen Zustand alle genehmigt und zugänglich. Der Notausgang aus beiden Parkebenen zur Unterführung war an diesem Tag gewährleistet und sicher“, erklärt Pressesprecher Dirk Senger. Die Mitarbeiter der Tiefgarage reinigen wieder selber täglich die Notausgänge ebenso wie die Toilette auf dem Platz. Festgestellte geringfügige Mängel würden repariert.

Außerdem sei in beiden Notausgängen die Anbringung einer Metalltür auf dem ersten Treppenabsatz in Planung, um den Zutritt von außen zu verhindern.

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