Das Zuwanderungs-Gremium empört sich über einen Antrag der SPD.

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Ante Franjicevic ist Vorsitzender des Arbeitskreises.

Ante Franjicevic ist Vorsitzender des Arbeitskreises.

Dirk Jochmann

Ante Franjicevic ist Vorsitzender des Arbeitskreises.

Krefeld. Unmut löste bei der 175.Sitzung des Arbeitskreises Zuwanderung und Integration ein Antrag der SPD aus.

Unterschrieben vom Fraktionschef Ulrich Hahnen wurde das Gremium aufgefordert zu beschließen, die Kommunalpolitischen Thesen nicht zu verschicken und den Internetauftritt zu beenden.

Dieses Papier, vom AK verfasst, spricht Empfehlungen aus für eine moderne Integrationspolitik der Stadt bis 2014.

Die Thesen, so die Antragsbegründung, seien zum Teil nicht mehr aktuell. Außerdem werde in Krefeld an der Erstellung eines kommunalen Integrationskonzeptes gearbeitet.

Beschließt der Rat eine neue Organisationsform, würde der Arbeitskreis in seiner jetzigen Zusammensetzung nicht mehr existieren. Das brachte die Gemüter in Wallung. "Beschämend" nannte es nicht nur Vorsitzender Ante Franjicevic.

Die einhellige Meinung: 33 Jahre habe der Kreis in seiner Vielfalt gut gearbeitet, da sollten sich die Parteien raushalten. Der Arbeitskreis als privatrechtliches Gremium könne sich darüber hinaus nur selbst auflösen.

"Unser Papier wird leben", hieß es. In der Novembersitzung soll es, modernisiert und überarbeitet, wieder vorgelegt werden.

Nach der neuen Gemeindeordnung NRW muss in Städten mit mehr als 5000 ausländischen Einwohnern ein Integrationsrat oder -ausschuss gebildet werden.

Mit einer Stimme Mehrheit sprachen sich die Mitglieder für einen Ausschuss aus. Eine entsprechende Empfehlung geht an den Rat der Stadt.

Gleich zu Beginn sprach Beigeordneter Roland Schneider zum Thema "Kultur für Menschen mit Zuwanderungsgeschichte". Er plädierte für Vielfalt, die zugelassen werden müsse und eine Chance sei.

"Ein Konzept ist vorhanden", so Schneider, "jedoch noch nicht im Detail ausgearbeitet." Gemeinsam mit dem Werkhaus soll der Südbahnhof für interkulturelle Arbeit wiederbelebt werden. Bereits in der Novembersitzung wolle man das Projekt vorstellen.

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