Ein Stück der Inrather Straße wurde gesperrt, um Schüler vor Rasern zu schützen. Auf der Hülser Straße geht es mit der Sanierung zügig weiter.

Nur Anlieger und Linienbusse dürfen passieren: Für den Individualverkehr ist die Inrather Straße erneut gesperrt.
Nur Anlieger und Linienbusse dürfen passieren: Für den Individualverkehr ist die Inrather Straße erneut gesperrt.

Nur Anlieger und Linienbusse dürfen passieren: Für den Individualverkehr ist die Inrather Straße erneut gesperrt.

Egon Traxler

Nur Anlieger und Linienbusse dürfen passieren: Für den Individualverkehr ist die Inrather Straße erneut gesperrt.

Krefeld. Seit Dienstagabend ist die Inrather Straße zwischen Wilmendyk und Blumentalstraße in beide Richtungen auf einer Länge von rund 500 Metern gesperrt. Nur Anlieger und Linienbusse dürfen passieren.

Damit entfällt für den Individualverkehr erneut die Umleitung für die gesperrte und parallel verlaufende Hülser Straße. In der vergangenen Woche musste die Inrather Straße wegen eines rund ein Meter tiefen Loches bereits für drei Tage halbseitig gesperrt werden (die WZ berichtete). Wer für die neue Sperrung verantwortlich ist, blieb am Mittwoch lange im Dunkeln.

"Die Sperrung nach Norden dient der Sicherheit der Kinder"

SWK-Sprecher Dirk Höstermann verneinte auf Anfrage der WZ jegliche Aktivität der Stadtwerke sowohl im Bereich Kanäle wie auch in anderen Versorgungssparten (Strom/Gas). Vor Ort waren auch keine Baumaßnahmen zu entdecken.

Das Presseamt bestätigte schließlich auf WZ-Anfrage, dass die Stadt für die Sperrung verantwortlich ist. Stadtsprecher Michael Streubel: "Für den Durchgangsverkehr Richtung Süden ist die Straße bereits seit rund drei Wochen gesperrt. Die Sperrung nach Norden dient der Sicherheit der Kinder der Konrad-Görtz-Schule." Die Schulleitung habe sich dafür in Gesprächen mit Polizei, Tiefbau- und Straßenverkehrsbehörde eingesetzt, da Raser immer wieder die Kinder in Gefahr gebracht hätten.

Unterdessen gehen die Arbeiten zur Erneuerung der Kanäle auf der Hülser Straße zügig weiter. Am Mittwoch entfernte eine Krefelder Spezialfirma auf einem weiteren 50-Meter-Abschnitt die Schienen der Straßenbahn. Bis Mittwoch Abend wollte eine andere heimische Firma den Abwasserkanal bis kurz vor der Hausnummer 214 verlegt haben. Im südlichen Bereich an der Girmesgath wurde bereits mit der Verfüllung des sechs Meter tiefen Schachtes begonnen.

Am 15. Oktober hatten die Stadtwerke bekannt gegeben, dass auf Teilen der Friedrich-, Hoch-, Markt- und Philadelphiastraße Untersuchungen des Untergrundes vorgenommen werden müssen. Unter diesen Straßen hat die inzwischen insolvente Tiefbaufirma Kamper wie auf der Hülser Straße im unterirdischen Stollenvortrieb Kanäle verlegt. Wie die WZ mehrfach berichtete, waren dort vermutlich durch unsachgemäße Verfüllung der Kanalschächte auf einer Länge von 270 Metern mehrere Hohlräume unter der Fahrbahn entdeckt worden.

Am Mittwoch gab SWK-Sprecher Dirk Höstermann Entwarnung für die Marktstraße zwischen Neumarkt und Göldenbachs-Platz. Dort ist alles in Ordnung. Wahrscheinlich auch auf der Philadelphiastraße. Dort aber sollen nach Auswertung der Georadarbilder noch an zwei Punkten Probebohrungen durchgeführt werden. An der Friedrich- und Hochstraße sollen noch vor Weihnachten an einem verkaufsfreien Sonntag Untersuchungen mit dem Georadar erfolgen.

Entsprechend den Wünschen der Anwohner wurde der Abschnitt von Weyerhofstraße bis zum Ärztehaus (Nummer 231) provisorisch für den Anliegerverkehr eingerichtet. Bis zur entsprechenden Beschilderung und Freigabe müssten noch "versicherungstechnische Fragen geklärt werden", sagt Apotheker Klaus Mellis.

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