Das Ziel von Marija Magdalena ist die Anerkennung des Berufs "Sexarbeiter".

Prostituierte
Prostitution ist noch immer ein stigmatisierter Beruf. Das will "Marija Magdalena" ändern.

Prostitution ist noch immer ein stigmatisierter Beruf. Das will "Marija Magdalena" ändern.

dpa

Prostitution ist noch immer ein stigmatisierter Beruf. Das will "Marija Magdalena" ändern.

Krefeld. Von den meisten unbemerkt hat sich in Krefeld eine Selbsthilfegruppe für die Interessen von Sexarbeiterinnen gegründet. Ihr Name: Marija Magdalena. Monate bevor sich die Beschwerden über der Straßenstrich an der Neuen Ritterstraße häuften, hat Ante Franjicevic mit aktiven und ehemaligen Sexarbeiterinnen sowie Frauen und Männern aus anderen Berufen eine Prostituiertenselbsthilfegruppe in Krefeld ins Leben gerufen.

Franjicevic ist Vorsitzender des Arbeitskreises für Zuwanderung und Integration wie auch Sprecher des neuen Vereins. Der setzt sich für eine Gleichstellung der Sexarbeit mit anderen Erwerbstätigkeiten, die dauerhafte Verbesserung der Arbeits- und Lebensverhältnisse von Prostituierten, deren Entstigmatisierung sowie die Entkriminalisierung der Prostitution ein. Dabei wendet sie der Verein nicht nur an Frauen, sondern auch an Männer, die ihre Körper zum Sex anbieten.

Frauen aus Rumänien, Bulgarien und Polen nehmen zu

Regelmäßig in den Abend- und Nachstunden ist laut Franjicevic ein Mitarbeiter von Marija Magdalena auf Krefelds Straßen, Plätzen und in Gaststätten unterwegs, um aktiv der Prostitution nachgehende Frauen und Männer zu informieren, zu beraten und auf Wunsch bei Ämtergängen oder Ausstiegsplänen zu unterstützen. Dabei habe man zunehmend mit Frauen aus Rumänien, Bulgarien und Polen zu tun. Die Initiative will als nächstes eine Beratungsstelle mit Café als offener Treff aufbauen. yb

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