Petrus wirft weißes Konfetti und die Aktiven kräftig Kamelle: 25.000 Narren erleben einen farbenprächtigen Zoch.

Mit schönen witzigen Kostümen in knalligen Farben trotzen die Narren in Oppum der Kälte.
Mit schönen witzigen Kostümen in knalligen Farben trotzen die Narren in Oppum der Kälte.

Mit schönen witzigen Kostümen in knalligen Farben trotzen die Narren in Oppum der Kälte.

Mit schönen witzigen Kostümen in knalligen Farben trotzen die Narren in Oppum der Kälte.

Dirk Jochmann, Bild 1 von 2

Mit schönen witzigen Kostümen in knalligen Farben trotzen die Narren in Oppum der Kälte.

Krefeld. Schneeweißes Konfetti von hoch oben kann die Oppumer Jecken nicht stoppen. Sie säumen schon eine Stunde vor dem Start des Karnevalszugs am Samstag die Straßen, schunkeln sich warm und werfen die üblichen kunterbunten Papierschnipsel einfach zusätzlich in die Luft. Dann jubeln 25.000 Besucher den rund 900 Aktiven im Zoch zu. Die lassen sich nicht lumpen und werfen Kamelle, was das Zeug hält.

Als die drei Raketen knallen, hört der Schneefall auf

Rund 30 Fußgruppen und Mottowagen haben sich zuvor auf der Kronlandbrücke aufgestellt und ein farbenprächtiges Band geformt. Als die drei Raketen knallen und der Zoch kütt, heißt es: "Die Hände zum Himmel". Denn Petrus hat pünktlich ein Einsehen und der Schneefall ein Ende.

Siggi I. und Ulrike I. staunen auf ihrem Prinzenwagen über die närrische Gefolgschaft, die sich zum Thema "Oppum, wie es lebt und lacht" viel hat einfallen lassen. Bewundert wird die Prinzengarde, die erstmals auch beritten daherkommt. Sie wird beklatscht wie die Reiterfanfaren - auch für sie ist es eine Premiere.

Dann sorgt der Freundeskreis, die "Oppumer Mehlsäcke", für Aufsehen. Sie haben sich von der Made in kunterbunte Schmetterlinge verwandelt und finden "Oppum verleiht Flügel". Flügel hat auch die Geismühle. Die Mitglieder des Brauchtums-Vereins haben das historische Gebäude im Kleinformat im Schlepptau. Sie selbst sind als Bäcker verkleidet. Das Oppumer Mühlenbrot lässt nicht mehr lange auf sich warten.

"Komm mit ins Farbenland", fordern Eltern und Kinder des Montessori-Kinderhauses. Sie gehen als wandelnde Farbtöpfe. Die evangelische Kita an der Thielenstraße schickt lebendige "Spielfiguren" auf den Weg - Kinder können sich halt mit einfachen Mitteln besser beschäftigen als mit vorgefertigtem Spielzeug.

Kein närrischer Gaudiwurm ohne das Thema Schweinegrippe. Die Nachbarschaft Bischofstraße hat ein Gegenmittel in Form von Pils und Alt gefunden. Die Mitglieder von "Pro Oppum" kommen glänzend silber-blau daher. Sie kochen ihren eigenen "Zuppenpott" und machen sich "Oppum für die Zukunft schmackhaft". Das Rezept mit Jaardkruute und Äerte, sprich Gartenkräuter und Erbsen, verteilen sie bereitwillig und versorgen das Oppumer Volk zusätzlich mit Kamelle.

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