Zehn Tage lang haben Krefelder die Möglichkeit, Fundsachen günstig zu ergattern.

Die normalen Vor-Ort-Versteigerungen hat die Stadt Krefeld trotz regelmäßiger Internet-Auktionen noch nicht aufgegeben.
Die normalen Vor-Ort-Versteigerungen hat die Stadt Krefeld trotz regelmäßiger Internet-Auktionen noch nicht aufgegeben.

Die normalen Vor-Ort-Versteigerungen hat die Stadt Krefeld trotz regelmäßiger Internet-Auktionen noch nicht aufgegeben.

Die normalen Vor-Ort-Versteigerungen hat die Stadt Krefeld trotz regelmäßiger Internet-Auktionen noch nicht aufgegeben.

Krefeld. Das Fundbüro der Stadt geht mit der Zeit. Fundsachen, auf die mindestens sechs Monate niemand einen Anspruch erhoben hat, werden in Internet-Auktionen an den Mann gebracht. Auf www.sonderauktionen.net können ab dem 18. Februar, 18 Uhr, unter anderem Fahrräder, Flachbild-Fernseher, Handys, Kleidungsstücke und Schmuck ersteigert werden.

Zehn Tage haben die Bieter Zeit. "Die normalen Vor-Ort-Auktionen haben wir noch nicht endgültig aufgegeben, aber es wird mit einiger Sicherheit darauf hinauslaufen", so Andreas Flucke vom Fundbüro.

Zum siebten Mal findet die Online-Versteigerung statt. Bisher haben die Bürger das Angebot nach Angaben der Stadt gut angenommen. Die Internetplattform sei viel mehr Menschen zugänglich. Sie biete einen längeren Zeitraum, sich das Mitsteigern zu überlegen, und sei außerdem bequem von zu Hause aus erreichbar.

"Unser pädagogischer Gedanke war, nicht wie beim Ebay-Modell die Leute zu Höchstpreisen zu reizen, sondern einen umgekehrten Weg zu gehen", sagt Flucke. Jeder Artikel bekommt einen Preis, der in regelmäßigen Abständen sinkt. So funktioniert’s: Auf der Startseite wählt der Benutzer unter dem Punkt "Auktionen von ..." oben links mit Hilfe des Listenpfeils die Stadt Krefeld aus. Sofort tauchen alle 132 Gegenstände, die das Fundbüro anbietet, in zunächst unsortierter Reihenfolge auf. Durch Anklicken des jeweiligen Artikels erhält der Benutzer ein vergrößertes Bild und eine detaillierte Beschreibung.

Die Anmeldung ist Pflicht, aber kostenlos

Wer bieten möchte, muss sich zunächst registrieren. In der oberen Leiste klickt der Benutzer auf den Ersten Punkt "Anmelden", füllt das Formular aus und stimmt den Allgemeinen Geschäftsbedingungen und den Datenschutzerklärungen zu. Die Anmeldung ist kostenlos.

Im vergangenen Jahr wurden nach Angaben der Stadt 341 Dokumente, 366 Schlüssel, 73 lose Geldbeträge, 35 Uhren, 111 Schmuckstücke, 134 elektronische Geräte, 93 Brillen, 17 Geldbörsen mit und 119 ohne Geld, 48 Taschen, zahlreiche Damen-, Herren- und Kinderfahrräder (insgesamt 570) und 694 sonstige Gegenstände im Büro am Hauptbahnhof abgegeben.

Für 2009 weist die Statistik 2637 Fundsachen auf (für 2008: 2098). 432 (2008: 408) Fundstücke wurden an die Verlierer ausgehändigt. 282-mal (2008: 358-mal) erhielt der Finder das Fundstück, weil sich kein Verlierer gemeldet hatte. Insgesamt 295 (2008: 102) Fundsachen - hauptsächlich Fahrräder - wurden im letzten Jahr versteigert. Bei 480 (2008: 575) Stücken blieb nur die Verschrottung. 504 (2008: 531) Verlustmeldungen erreichten das Fundbüro.

Der Bieter kann steigern, indem er ein Gebot abgibt, das unter dem derzeitigen Preis des Artikels liegt und höher sein muss als das Gebot des Vorbieters. Das Preisbarometer auf der linken Seite zeigt den aktuellen Stand. Steht ein Fahrrad mit einem Startpreis von 30 Euro zum Verkauf, kann der Bieter beispielsweise drei Euro bieten.

Kommen keine weiteren Gebote hinzu, hat der Bieter das Fahrrad ersteigert, wenn das Preisbarometer bei seinem Gebot angekommen ist. Wer den zur gegebenen Zeit maximalen Preis bietet oder von der Option "Artikel kaufen" Gebrauch macht, ersteigert den Artikel sofort.

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