Die Mitglieder des Bürgervereins Pro Oppum lieben den Süden ihres Stadtteils – trotz des fehlenden Nahversorgers.

Die Mitglieder des Bürgervereins Pro Oppum lieben den Süden ihres Stadtteils – trotz des fehlenden Nahversorgers.
Der Vorstand des Bürgervereins Pro Oppum (v.l.): Karl Vogt, Reinhardt und Gika Buchner,Vorsitzender Jürgen Wettingfeld und Uwe Roscheck.

Der Vorstand des Bürgervereins Pro Oppum (v.l.): Karl Vogt, Reinhardt und Gika Buchner,Vorsitzender Jürgen Wettingfeld und Uwe Roscheck.

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Der Vorstand des Bürgervereins Pro Oppum (v.l.): Karl Vogt, Reinhardt und Gika Buchner,Vorsitzender Jürgen Wettingfeld und Uwe Roscheck.

Oppum. Für sie ist die Heinrich-Klausmann-Siedlung so etwas wie der Nabel der Welt – zumindest von Oppum: Angefangen als Interessengemeinschaft für das Bau- und gegen das Gewerbegebiet in der Siedlung, gründete sich 1998 der Bürgerverein Pro Oppum. Die Mitglieder: Familien, die Mitte der 1980er Jahre an die Heinrich-Klausmann-Straße zogen. „Auf der anderen Seite der Bahn ist Tradition, wir sind die neu Hinzugezogenen“, fasst Jürgen Wettingfeld als Vereinsvorsitzender zusammen.

Damals war an der Klausmann-Straße nicht viel mehr als ein Rübenacker und ein B Plan mit der Nummer 523. „Unser Anliegen war es, die verkehrliche Erschließung zu thematisieren – und die Frage: Wie wird das alte Baugebiet an das neue angeschlossen?“, erinnert sich Wettingfeld. Durch die Gründung des Bürgervereins habe man zunehmend Gehör gefunden. Nur in einer Sache nicht: „Geplant waren damals auch ein Bäcker, ein Supermarkt“, sagt BV-Mitglied Reinhardt Buchner. Die gibt es noch immer nicht in der Heinrich-Klausmann-Siedlung. „Jede Einkaufsmöglichkeit fehlt – bis heute“, ärgert sich Buchner, „und der Zug ist auch abgefahren, dafür fehlt jetzt einfach der Platz.“

Von der hypermodernen Markthalle, die vor kurzem Einjähriges feierte, hätten gerade ältere und weniger mobile Anwohner der Siedlung nichts. Denn ein weiteres Problem in diesem Zusammenhang sei die schlechte Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel, betont Wettingfeld. „Wir haben eine Bushaltestelle, die tagsüber alle 30 Minuten bedient wird und durch Oppum zum Hauptbahnhof oder durch die Donk-Siedlung, aber nicht an Real vorbei fährt“, skizziert der Vorsitzende und schiebt nach: „Wir sind hier nicht nur der Appendix von Oppum, sondern auch von Krefeld.“ Aber: „Auch wenn die Bedingungen zur Lebenserhaltung bei uns in der Siedlung schlecht sind – der Wohnwert ist ein hoher.“

Wohnwert in der Siedlung sei trotz schlechter Infrastruktur hoch

Trotz der naheliegenden Autobahn und dem Düsseldorfer Flughafen sei die Heinrich-Klausmann-Siedlung ein schönes Wohngebiet, da sind sich die Mitglieder des Bürgervereins Pro Oppum einig. „Wir haben viele ruhige Spielstraßen, das ist auch unserer Arbeit zu verdanken“, ist sich Wettingfeld sicher. Genau das sei in den 80er Jahren auch der Grund für viele junge Familien gewesen, „in die infrastrukturschwache Siedlung zu ziehen“, betont er.

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