Krefeld. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein fordert die Stadt Krefeld auf, in der Haushaltspolitik wieder stärker auf Sparmaßnahmen zu setzen. Dies ist ein Aspekt der Stellungnahme der IHK zum Krefelder Haushalt. „Die Stadt muss stärker an die Aufwendungen ran“, erklärt IHK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Steinmetz. „Der angestrebte Haushaltsausgleich im Jahr 2020 ist nur durch Sondererlöse darstellbar. Bis 2020 wird die Stadt etwa ein Fünftel des derzeitigen Eigenkapitals verzehrt haben“, erläutert Steinmetz.

„Wir haben mit Wohlwollen registriert, dass die Verwaltungsspitze der Stadt auch öffentlich ihr Bestreben bekundet hat, bis 2020 auf Steuererhöhungen zu verzichten“, erklärt IHK-Vizepräsident Elmar te Neues.

Diese Bestrebung müsse aus Sicht der IHK auch dann Bestand haben, wenn die Einnahmen nicht wie gewünscht sprudeln. Schließlich zeige die von der IHK in Auftrag gegebene Analyse des Finanzwissenschaftlers Harald Schoelen, dass die Stadt insbesondere bei der Schätzung des Gewerbesteueraufkommens für das Jahr 2017 von äußerst positiven Bedingungen ausgehe. In der Vergangenheit wurden in Krefeld bei nicht eingetretenen Gewerbesteuerprognosen die Stimmen nach Steuererhöhungen laut. „Deswegen möchten wir angesichts der sehr euphorischen Einnahmeerwartungen diesen Rufen vorbeugen“, sagt te Neues.

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